„Es ist wich­tig, dass in die­sen Tagen vie­le Men­schen für Demo­kra­tie, gegen Hass und Aus­gren­zung auf die Stra­ße gehen. Die Gesell­schaft muss rech­ter Het­ze deut­lich wider­spre­chen”, so Innen­ex­per­te Albrecht Pal­las am Mon­tag nach der Son­der­sit­zung des Landtags-Innenausschusses.

„Wir müs­sen gleich­zei­tig dar­über reden, wie es in Chem­nitz wei­ter­geht. Der Innen­aus­schuss soll­te sich bald mit der kon­kre­ten Sicher­heits­la­ge in der Stadt befas­sen. Offen­kun­dig füh­len sich vie­le Men­schen in ihrer Stadt, vor allem in der Innen­stadt, nicht mehr sicher. Dem müs­sen wir gemein­sam mit der Stadt Chem­nitz auf den Grund gehen, um das zu ändern. Das fängt bei­spiels­wei­se bei mehr Prä­senz von Poli­zei und städ­ti­schem Ord­nungs­dienst an. Beim Chem­nit­zer ‚Sach­sen­ge­spräch‘ in der ver­gan­ge­nen Woche gab es dazu vie­le Wort­mel­dun­gen und auch Vor­schlä­ge von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern. Ein ande­rer Aspekt ist der kon­se­quen­te Umgang mit Inten­siv­straf­tä­tern, für den wir Lösun­gen fin­den müssen.“

Mit Blick auf den Poli­zei­ein­satz am 27. August sag­te Pal­las: „Lage­ein­schät­zung und Kräf­te­ver­tei­lung bei dem letzt­lich erfolg­rei­chen Ein­satz waren durch­aus pro­ble­ma­tisch. Die Poli­zei hat zu einem zu frü­hen Zeit­punkt das Ange­bot für zusätz­li­che Unter­stüt­zung aus Nie­der­sach­sen bekom­men und zu einem zu spä­ten Zeit­punkt die Lage­ein­schät­zung des Ver­fas­sungs­schut­zes zur Kennt­nis genom­men. Offen­kun­dig müs­sen die inter­nen Abläu­fe bei der Poli­zei ver­bes­sert wer­den.“