Der SPD-Abgeordnete Gerald Eisenblätter hat sich im Sächsischen Landtag klar für eine verlässliche Zukunft der Stiftung für das sorbische Volk ausgesprochen. In seiner Rede betonte er die besondere Bedeutung von Sprache und Kultur für den Zusammenhalt in der Lausitz und forderte den zügigen Abschluss eines neuen Finanzierungsabkommens.
„Das Sorbische ist Teil der Identität der Menschen in der Lausitz. Die Begrüßung Witaj ist mehr als ein Wort – es ist ein Gefühl dieser Region, eine gemeinsame Verbindung, die wir in diesen Zeiten so sehr brauchen“, so Eisenblätter.
Die Stiftung für das sorbische Volk leiste seit 34 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zur Identität und zum Zusammenhalt in der Region. Sie sei zugleich Impulsgeber für die Zusammenarbeit zwischen Sachsen, Brandenburg und dem Bund.
Eisenblätter forderte:
- ein zügiges fünftes Finanzierungsabkommen mit Bund und Ländern,
- die Anpassung an gestiegene Personal- und Sachkosten,
- und Planungssicherheit für die Stiftung bis Ende des Jahres.
„Ohne diesen Mittelaufwand wird es uns nicht gelingen, adäquat zum Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur beizutragen. Die Stiftung braucht Planungssicherheit. Deshalb wäre ein Abschluss einer neuen Vereinbarung bis Ende des Jahres mehr als wünschenswert“, so der SPD-Abgeordnete.
Darüber hinaus verwies Eisenblätter auf weitere notwendige Maßnahmen: die Umsetzung des zweiten Maßnahmenplans der Staatsregierung zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache, den Bericht zur Lage des sorbischen Volkes sowie den Jahresbericht des Rates für sorbische Angelegenheiten.
„Der Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur ist nicht nur unsere Verpflichtung gegenüber einer Minderheit. Das Sorbische ist Teil Sachsens. Diese Nachbarschaft ist Zusammenhalt in Vielfalt – und das macht Sachsen stark“, sagte Eisenblätter abschließend.



