Zur jährlichen Erfolgs- und Jubelmeldung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), mit ihrem ganz eigenen Blick auf Bildungserfolg, sowie den heute veröffentlichten Ergebnissen des „INSM-Bildungsmonitors 2026“ erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Gerald Eisenblätter:
„Sachsens erneuter Spitzenplatz im Ländervergleich ist kein Anlass zur Selbstzufriedenheit. Das Ergebnis ist vor allem der Verdienst der engagierten Pädagog:innen, die in herausfordernden Zeiten tagtäglich das Beste für Kinder und Jugendliche herausholen.
Die Daten mahnen zur Demut: Integration, Chancengleichheit und Schulqualität bleiben die größten Baustellen – auch in Sachsen. Bildungserfolg darf nicht vom Geldbeutel, von der Herkunft der Eltern oder vom Wohnort abhängen, das unterstreicht auch die Schulabbrecherquote von 9 Prozent in Sachsen (Bundesdurchschnitt: 7,8 Prozent).
Kultusminister Clemens scheint den Ruf nach einer Schulgesetznovelle endlich zu hören. Die SPD-Fraktion wird ihre Vorschläge in diese Debatte einbringen. Für uns ist klar: Basiskompetenzen, Lebensweltbezug und Medienkompetenz müssen im Fokus der anstehenden Schulgesetznovelle und Lehrplanreform stehen. Aber auch die Sicherung des zukünftigen Schulnetzes ist von Bedeutung.
Der Exkurs zur Demografie in Ostdeutschland im diesjährigen Bildungsmonitor ist daher besonders zu würdigen. Sinkende Schülerzahlen dürfen nicht zum Schulsterben im ländlichen Raum führen. Jahrgangsübergreifender Unterricht und längeres gemeinsames Lernen sind deshalb das Gebot der Stunde.
Wenn uns auch aus Arbeitgeberperspektive der ISNM bescheinigt wird, dass der sozioökonomische Hintergrund nach wie vor einen erheblichen Einfluss auf den Bildungserfolg hat, müssen wir an diesem Punkt ansetzen. Der Grundstein jeder Bildungsbiografie wird im Kindergarten gelegt. Wir müssen gezielt in die frühkindliche Bildung investieren und den Übergang in die Grundschule verbessern.“

