Zum Abschluss der Tagung der wirt­schafts- und ener­gie­po­li­ti­schen Spre­cher der SPD-Bun­des­tags- und der SPD-Land­tags­frak­tio­nen in Düs­sel­dorf, an der auch Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter und SPD-Vor­sit­zen­der Sigmar Gabri­el teil­nahm, haben Sach­sens Ver­tre­ter ihre For­de­run­gen nach einem soli­da­ri­schen Umgang mit den ost­deut­schen Bun­des­län­dern bekräf­tigt.

Das betref­fe auch den Bereich der Netz­ent­gel­te, erklär­te Jörg Vieweg, ener­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on. „Wegen der unter­schied­lich hohen Ent­gel­te drif­ten die Strom­prei­se zwi­schen Ost und West weiter aus­ein­an­der. Grund dafür ist ins­be­son­de­re der rasche Ausbau von erneu­er­ba­ren Ener­gien im Osten, die den Bau vieler neuer Lei­tun­gen not­wen­dig machen“, so Vieweg „Die Folge ist, dass die Netz­ent­gel­te in Sach­sen fast dop­pelt so hoch sind wie etwa in Rhein­land-Pfalz. Des­halb brau­chen wir eine bun­des­wei­te Ver­ein­heit­li­chung der Netz­ent­gel­te, denn von den Erneu­er­ba­ren Ener­gien pro­fi­tiert schließ­lich auch die gesam­te Repu­blik. Das haben wir Sigmar Gabri­el deut­lich gemacht. Und ich bin sicher, dass diese Bot­schaft ange­kom­men ist.“

Thomas Baum, Spre­cher für Wirt­schaft- und Struk­tur­po­li­tik, beton­te, dass der not­wen­di­ge Struk­tur­wan­del in den ost­deut­schen Braun­koh­le­re­gio­nen nicht ohne finan­zi­el­le Unter­stüt­zung des Bundes gelin­gen könne. „So wie Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de ist auch die Struk­tur­ent­wick­lung in der Lau­sitz und im mit­tel­deut­schen Revier eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Dazu brau­chen wir vor allem die Unter­stüt­zung des Bundes, um den per­spek­ti­vi­schen Aus­stieg aus der Koh­le­ver­stro­mung sozi­al­ver­träg­lich zu gestal­ten.“

Iris Rae­ther-Lor­dieck, indus­trie­po­li­ti­sche Spre­che­rin : „Um Struk­tur­brü­che in den betrof­fe­nen Regio­nen zu ver­mei­den, müssen für die ost­deut­schen Braun­koh­le­re­vie­re neue indus­trie­po­li­ti­sche Struk­tu­ren ent­wi­ckelt werden. Dazu brau­chen wir einen Dialog mit den betei­lig­ten Akteu­ren aus der Wirt­schaft, den Regio­nen und den Gewerk­schaf­ten.“