Aktu­el­le Debat­te zu 25 Jah­ren Stasi-Unterlagenbehörde
hanka

Hanka Klie­se in der aktu­el­le Debatte

 

Hanka Klie­se, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag und Spre­che­rin für Erin­ne­rungs­kul­tur, in der Aktu­el­len Debat­te „25 Jah­re Sta­si-Unter­la­gen­be­hör­de – Bilanz und Ausblick“:

„Ohne die Arbeit der Sta­si-Unter­la­gen­be­hör­de wäre es nicht mög­lich, auch kom­men­den Genera­tio­nen die Dimen­sio­nen von Repres­si­on und Über­wa­chung deut­lich zu machen“, sag­te Hanka Klie­se am Don­ners­tag im Land­tag. „Damit ist der Akten­fun­dus zugleich ein Mahn­mal für die Zukunft.“

Sie hof­fe, dass kom­men­de Genera­tio­nen die dif­fe­ren­zier­te Auf­ar­bei­tung der Geschich­te fort­set­zen wer­den. „Die­se kön­nen die­ses Kapi­tel dann ohne Zorn, Eifer und Schuld betrachten.“

Während der Debatte war auch der Bundesbauftragte für Stasi-Unterlagen zu Gast. Dieser wurde im Vorfeld von Dagmar Neukirch und hanka Kliese begrüßt.

Wäh­rend der Debat­te war auch der Bun­des­bauf­trag­te für Sta­si-Unter­la­gen zu Gast. Die­ser wur­de im Vor­feld von Dag­mar Neu­kirch und hanka Klie­se begrüßt.

„In der Auf­ar­bei­tung unse­rer Geschich­te sind wir dank der Arbeit der Behör­de des Bun­des­be­auf­trag­ten für die Sta­si-Unter­la­gen (BStU) vor­bild­haft.“ Auch die wis­sen­schaft­li­che For­schungs­ar­beit müs­se unbe­dingt fort­ge­setzt wer­den. „For­scher in ost­eu­ro­päi­schen Län­dern wären glück­lich über eine sol­che Akten­si­tua­ti­on. Wer schon ein­mal in einem Archiv in Polen oder Russ­land war, weiß, wovon ich spre­che. Die­se Vor­bild­funk­ti­on soll­ten wir nicht ein­fach her­ge­ben, son­dern bewah­ren, was die Beson­der­heit der Behör­de ausmacht.“

Nach wie vor ver­lang­ten zehn­tau­sen­de von Men­schen jähr­lich Ein­sicht in ihre Akten, so  Klie­se wei­ter. Sie erin­ner­te unter ande­rem an zwangs­ad­op­tie­re Kin­der, die teil­wei­se noch immer auf der Suche nach ihren Eltern sei­en.  „Die Arbeit der Behör­de kann ihnen hel­fen. Es ist unse­re mora­li­sche Pflicht, die­se Hil­fe in best­mög­li­cher Form zu gewäh­ren.“ Des­halb soll­te es auch wei­ter mög­lich sein, wohn­ort­nah Aus­künf­te zu erhal­ten, sag­te Klie­se und plä­dier­te für die Erhal­tung der Außenstellen.

Sie dank­te aus­drück­lich Lutz Rathe­now, dem säch­si­schen Lan­des­be­auf­trag­ten für die Sta­si-Unter­la­gen. Er leis­te eine unver­zicht­ba­re Arbeit bei der Bera­tung von Opfern und Opferverbänden.