Der Land­tag hat am Mitt­woch beschlos­sen, das Leid ehe­ma­li­ger Heim­kin­der in Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen und Psych­ia­trien in der DDR auf­zu­ar­bei­ten und anzu­er­ken­nen. „Ich freue mich sehr, dass wir heute auf Impuls eines Oppo­si­ti­ons­an­tra­ges gemein­sam einen Schritt gehen, diese ver­ges­se­ne Gruppe ans Licht zu holen“, erklärt Hanka Kliese, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Frak­ti­on und Spre­che­rin für Inklu­si­on, Kultur und Erin­ne­rungs­kul­tur, zur Initia­ti­ve der Grünen-Frak­ti­on.

„Es han­delt sich um eine ver­bor­ge­ne Gruppe, die drin­gend eine Stimme braucht. Ich freue mich, dass wir ihr heute gemein­sam eine solche geben können. Die Opfer der SED-Dik­ta­tur fühlen sich oft­mals benach­tei­ligt in der Auf­ar­bei­tung – und diese Gruppe ist es tat­säch­lich. Das müssen wir drin­gend ändern. Wir waren uns frak­ti­ons­über­grei­fend schnell einig, dass dieser Miss­stand besei­tigt werden muss. Ich erhof­fe mir nicht nur ein posi­ti­ves Signal für die Betrof­fe­nen, die end­lich sehen können, dass sie nicht Spiel­ball poli­ti­scher Kräf­te­ver­hält­nis­se sind, son­dern grund­sätz­lich für unsere poli­ti­sche Kultur im Land­tag.”