Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, erklärt zur heute vor­ge­stell­ten Studie des Insti­tuts für Arbeits­markt und Berufs­for­schung (IAB):

„In Sach­sen hat der Min­dest­lohn einen posi­ti­ven Effekt auf die Löhne der Beschäf­tig­ten. Fast die Hälfte (44 Pro­zent) der säch­si­schen Unter­neh­men hob nach dessen Ein­füh­rung im Januar 2015 Stun­den­löh­ne auf min­des­tens 8,50 EUR an. Davon pro­fi­tier­te jeder sechs­te Beschäf­tig­te (16 Pro­zent). Tau­sen­de müssen ihren Lohn nicht mehr mit ergän­zen­den Sozi­al­leis­tun­gen auf­sto­cken. Damit schafft der Min­dest­lohn mehr Gerech­tig­keit.“

Trotz über­durch­schnitt­li­cher Betrof­fen­heit von Betrie­ben und Erwerbs­per­so­nen hat sich die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung nicht ver­schlech­tert. Im Gegen­teil: Die IAB-For­scher kommen zu dem Schluss, dass die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung weiter posi­tiv ver­lau­fe. Im ver­gan­ge­nen Jahr sei es erneut gelun­gen, die Zahl der Beschäf­tig­ten zu erhö­hen. Der Betriebs­be­stand sei stabil, wäh­rend der Umsatz der Betrie­be kräf­tig anstieg.

Homann zieht drei Schlüs­se aus den Ergeb­nis­sen der Studie: „Die Zeiten von Nied­rig­lohn­po­li­tik sind vorbei. Der Min­dest­lohn funk­tio­niert. Hor­ror­sze­na­ri­en wurden wider­legt.“ Neu­es­te Arbeits­markt­da­ten bele­gen, dass der Arbeits­markt – trotz sai­so­nal beding­tem leich­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit – stabil auf ist.

Hin­ter­grund:
For­schungs­be­richt zum Min­dest­lohn: Längs­schnitt­stu­die für säch­si­sche Betrie­be