+++ Bes­se­re Bezah­lung der Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger muss kommen +++ Gesetz zur Pfle­ge­re­form vor­le­gen +++ 

Hen­ning Homann, arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, am Frei­tag zum Schei­tern des Flä­chen­ta­rif­ver­trags Pflege:

„Das Schei­tern des Flä­chen­ta­rif­ver­trags Pflege durch die ableh­nen­de Hal­tung der Cari­tas-Arbeit­ge­ber ist ein Skan­dal. Ver­lie­rer sind jetzt tau­sen­de hart arbei­ten­de Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger, die ange­sichts ihrer auf­op­fe­rungs­vol­len Arbeit nicht nur in der Pan­de­mie mehr als Bei­fall und warme Worte ver­dient haben“, so Hen­ning Homann.

„Ver.di und SPD-Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil haben lange für einen ver­nünf­ti­gen Flä­chen­ta­rif­ver­trag gekämpft und fast alle Hürden genom­men, damit Pfle­ge­kräf­te end­lich besser bezahlt werden und auch die Unter­schie­de zwi­schen Ost und West end­lich ein Ende haben. Jetzt schei­tert es an der Cari­tas. Das ist unver­ant­wort­lich und unso­li­da­risch.“

„Das Nein der Cari­tas-Arbeit­ge­ber darf nicht das letzte Wort sein. Ich hoffe, dass sich die Ver­ant­wort­li­chen noch umstim­men lassen. Die unmiss­ver­ständ­li­chen Reak­tio­nen auf deren Ver­wei­ge­rung – von den Gewerk­schaf­ten bis zu den Betrof­fe­nen selbst – spre­chen eine deut­li­che Spra­che und sollte die Arbeit­ge­ber zum Umden­ken bewe­gen.“

„Wir unter­stüt­zen die Bemü­hun­gen von Arbeits­mi­nis­ter Heil, der ange­kün­digt hat, alle Wege für höhere Pfle­ge­löh­ne zu nutzen – etwa die erneu­te Ein­be­ru­fung der Pfle­ge­min­dest­lohn­kom­mis­si­on. Zudem muss Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) jetzt zügig ein Gesetz für eine Pfle­ge­re­form vor­le­gen; die Eck­punk­te liegen seit ver­gan­ge­nem Herbst auf dem Tisch.“