Heute hat CDU-Kultusminister Conrad Clemens die aktuellen Kenndaten zum Schuljahr 2025/26 sowie eine erste Zwischenbilanz zum Maßnahmenpaket „Verbesserung der Unterrichtsversorgung“ vorgelegt. Dazu erklärt unser bildungspolitische Sprecher Gerald Eisenblätter:
„Wir sehen mehr Licht im Tunnel, aber der Schatten bleibt. Bei aller Freude über den positiven Trend: Die Zahlen zeigen deutlich, dass der Puffer im Schulsystem fehlt. Wir brauchen eine ehrliche Bewertung der Lage und den Mut, strukturelle Probleme offen zu benennen. Um die sächsischen Schulen zukunftsfest zu machen, braucht es ein neues Maßnahmenpaket.“
„Kleinere Klassen an Grundschulen sind grundsätzlich zu begrüßen. Sie entstehen aber nicht auf Grund von politischen Entscheiden, sondern sind Ausdruck der demografischen Entwicklung in vielen Regionen. Wir sehen, dass die Schere zwischen kleinen Gemeinden und Großstädten weiter auseinander geht. Deshalb müssen wir jetzt umsteuern und für ein sicheres Schulnetz sowie eine faire Ressourcenverteilung sorgen.“
„Nicht jede Maßnahme des Maßnahmenpakets sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit. Die Änderungen im DaZ-Bereich sorgen jetzt einmalig für Entlastung. Auf lange Sicht riskieren wir die Bildungschancen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, wenn eine ausreichende Sprachförderung in der Schulzeit nicht gelingt.“
„Der ungedeckte Lehrerbedarf liegt weitaus höher als 1.154 VZÄ. Allein die offen gelegten Zahlen unterstreichen, dass die Ressourcen im Ergänzungs- und Assistenzbereich schrumpfen. Wir brauchen dringend eine aktualisierte Schülerzahlprognose, um daraus den Lehrerbedarf des kommenden Jahrzehnts abzuleiten. Nur wer ehrlich und langfristig plant, wird ausreichend Stellen im Haushalt veranschlagen und so den strukturellen Unterrichtsausfall beseitigen.”

