+++ SPD-Frak­tion begrüßt Urteil gegen isla­mis­ti­schen Atten­täter +++

Albrecht Pallas, Spre­cher für Innen­po­litik der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, zum Urteil des Ober­lan­des­ge­richtes Dresden gegen den isla­mis­ti­schen Atten­täter, der am 4. Oktober 2020 ein schwules Paar in Dresden ange­griffen und einen Men­schen ermordet hat:

„Am 4. Oktober fielen Thomas L. und sein Ehe­partner in Dresden einem homo­phoben und isla­mis­ti­schen Anschlag zum Opfer. Thomas L. ver­starb an den Folgen der bru­talen Gewalttat. Sein Ehe­partner wurde lebens­be­droh­lich ver­letzt. Meine Gedanken und mein Mit­ge­fühl gehören den Opfern, den Ange­hö­rigen und Freund*innen der beiden Männer“, so Pallas am Freitag nach der Urteils­ver­kün­dung des Ober­lan­des­ge­richtes (OLG) Dresden.

Für die SPD-Land­tags­frak­tion begrüßt Pallas das vom OLG gefällte Urteil: „Auch wenn es die Tat nicht unge­schehen macht, ist es die kon­se­quente Ant­wort des Rechts­staates auf dieses abscheu­liche ter­ro­ris­ti­sche Ver­bre­chen. Die lebens­lange Frei­heits­strafe mit anschlie­ßender Sicher­heits­ver­wah­rung zeigt die beson­dere Schwere der Tat und das Ausmaß der Radi­ka­li­sie­rung des Täters. Der Isla­mist hielt homo­se­xu­elle Men­schen für ‚Feinde Gottes’ und zog los, um ‚Ungläu­bige’ zu ermorden. Dabei hätte es jeden treffen können.“

Für die SPD-Frak­tion ist Albrecht Pallas heute Abend bei der Kund­ge­bung des CSD Dresden e.V. zum Gedenken an die Opfer und für eine offene Gesell­schaft, die jeden Men­schen schützt, unab­hängig von seiner sexu­ellen Ori­en­tie­rung, vor Ort und wird spre­chen.

Dana Froh­wieser (SPD-Frak­tion im Stadtrat Dresden), Ronald Zenker (CSD Dresden) und Albrecht Pallas am 1.11.2020 in Dresden

„Isla­mis­ti­sche Extre­misten wollen unsere offene und viel­fäl­tige Gesell­schaft treffen und schre­cken auch vor Mord nicht zurück. Unsere Ant­wort auf diesen Hass muss eine Ver­tei­di­gung unserer Lebens­weise, mehr Offen­heit und mehr Demo­kratie sein, aber auch eine klare Äch­tung men­schen­feind­li­cher Taten. Isla­mismus ist keine Her­kunft und keine Reli­gion. Er ist eine feige und men­schen­feind­liche Ideo­logie, die wir als Bedro­hung von Frieden und Zusam­men­halt mit allen Mit­teln bekämpfen müssen. Dabei dürfen aber nicht ganze Bevöl­ke­rungs­gruppen in Mit­haf­tung genommen werden. Ent­schei­dend sind die Motive: Wer homo- oder trans­feind­lich, ras­sis­tisch, anti­se­mi­tisch oder sonst men­schen­feind­lich ist, wertet andere Men­schen ab. Wer sich dann radi­ka­li­siert, wird zur Gefahr für andere Men­schen“, so Pallas abschlie­ßend.

Hin­ter­grund:

Medi­en­in­for­ma­tion zum Urteil des OLG Dresden: https://​www​.medi​en​ser​vice​.sachsen​.de/​m​e​d​i​e​n​/​n​e​w​s​/​2​5​1​838