Heute for­derte im Säch­si­schen Landtag die Frak­tion DIE LINKE finan­zi­elle Sofort­hilfen für die von Insek­tizid-Belas­tungen im Wein betrof­fenen Winzer. Die Regie­rungs­ko­ali­tion von CDU und SPD hat diesen Antrag abge­lehnt.

Der ver­brau­cher­schutz­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Frak­tion, Sebas­tian Fischer, erklärt: „Der Antrag der Linken war popu­lis­tisch. Es gab Fehler beim Pflan­zen­schutz – und wenn diese bewusst begangen wurden, sind es kri­mi­nelle Taten. Aber es gibt keinen soge­nannten Wein­skandal. 99 % der säch­si­schen Winzer arbeiten ehr­lich und sauber.“

Wein aus Sachsen ist auch wei­terhin ein sicheres Lebens­mittel. Fischer: „Die Fehler wurden durch staat­liche Kon­trollen auf­ge­deckt und umge­hend ver­folgt. Das zeigt, wie effektiv unsere Lebens­mit­tel­über­wa­chung arbeitet.“

Die wein­bau­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion, Simone Lang, ergänzt: „Das Fehl­ver­halten einiger weniger Wein­bauer stellt nicht den Qua­li­täts­an­spruch des säch­si­schen Weines in Frage. Die große Mehr­zahl der säch­si­schen Win­ze­rinnen und Winzer fühlt sich den Prin­zi­pien eines nach­hal­tigen Wein­baus ver­pflichtet. Ich begrüße es, dass sowohl die säch­si­schen Behörden als auch die Winzer alle Anstren­gungen auf die Auf­klä­rung der aktu­ellen Situa­tion gerichtet haben.“

Die For­de­rung der Linken nach einem Son­der­för­der­pro­gramm ist reine Effekt­ha­scherei. Lang: „Es gibt im Frei­staat bereits Unter­stüt­zungs­mög­lich­keiten für in wirt­schaft­liche Not gera­tene Unter­nehmen. Unser gemein­sames Ziel sollte es nun sein, das Image des Säch­si­schen Weines und das Ver­brau­cher­ver­trauen wieder zu stärken.“