Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat aktu­el­le Zahlen zum Wirt­schafts­fak­tor Umwelt­schutz vor­ge­legt. So konn­ten säch­si­sche Betrie­be des pro­du­zie­ren­den Gewer­bes und des Dienst­leis­tungs­sek­tors mit Waren, Bau- und Dienst­leis­tun­gen für den Umwelt­schutz im Jahr 2017 ins­ge­samt 3,4 Mil­li­ar­den Euro umset­zen (Deutsch­land ins­ge­samt: 73,9 Mrd Euro). Gemes­sen in Voll­zeit­stel­len waren in Sach­sen fast 17.000 Men­schen bei der Pro­duk­ti­on von Waren, Bau- und Dienst­leis­tun­gen für den Umwelt­schutz ein­ge­setzt (Deutsch­land ins­ge­samt: 263.883). Zwei Drit­tel der Umsät­ze im Umwelt­be­reich werden durch Güter und Dienst­leis­tun­gen mit Kli­ma­schutz-Bezug erzielt.

Dazu sagt Jörg Vieweg, Spre­cher für Ener­gie- und Mit­tel­stands­po­li­tik der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag:

„Schon jetzt ist Sach­sen deutsch­land­weit auf dem sieb­ten Platz, wenn es um die Beschäf­tig­ten geht, die Güter und Dienst­leis­tun­gen zum Umwelt­schutz bei­steu­ern. In Ost­deutsch­land sind wir mit Abstand Spit­zen­rei­ter. Ent­ge­gen der Behaup­tun­gen ande­rer Par­tei­en pro­fi­tiert die Wirt­schaft vom Umwelt- und Kli­ma­schutz. Bei Hei­zun­gen in Neu­bau­ten lagen Erneu­er­ba­re Ener­gien 2018 erst­mals auf Platz 1. Es ent­ste­hen per­ma­nent viele neue Arbeits­plät­ze“, so Jörg Vieweg am Frei­tag in Dres­den.

„Für die SPD ist der Trend ganz klar: Die Ener­gie­wen­de bietet eine große Chance. Wirt­schaft und Poli­tik muss es gelin­gen, junge Men­schen als künf­ti­ge Fach­kräf­te in diesem attrak­ti­ven Bereich im Frei­staat zu halten. Als Poli­tik haben wir Hebel, um uns gemein­sam zu mehr kli­ma­freund­li­chem Wirt­schaf­ten zu zwin­gen. So wird sich die SPD auch künf­tig für ein säch­si­sches Kli­ma­schutz­ge­setz ein­set­zen sowie dafür, den Kli­ma­schutz als Staats­ziel zu ver­an­kern. Auch ein moder­nes Ver­ga­be­ge­setz kann öffent­li­che Auf­trä­ge an kli­ma­freund­li­ches Wirt­schaf­ten der Auf­trag­neh­mer kop­peln.

Anstatt rück­wärts­ge­wandt zu debat­tie­ren, sollte allen Ent­schei­dern klar sein: Erneu­er­ba­re Ener­gien, Ener­gie­ein­spa­rung und ‑effi­zi­enz sowie Ener­gie­spei­che­rung sind heute schon Trei­ber der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung und Job­mo­tor. Die Ener­gie­wen­de ist darum – gerade auch für unser Sach­sen – eine rie­si­ge Chance“, so Vieweg abschlie­ßend.