„Die Energiewende in Deutschland ist ins Stocken geraten. Größte Herausforderung ist noch immer, wie große Strommengen gespeichert werden können, die aus erneuerbaren Energien wie Windenergie und Photovoltaik gewonnen werden“, so Jörg Vieweg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.

„In der Energiewirtschaft werden aktuell die sogenannten Power-to-X-Technologien als eine der vielversprechendsten Möglichkeiten gesehen, Strom aus erneuerbaren Energien langfristig zu speichern. Power-to-Gas ist dabei eine Option.“

Die Jahrestagung der Wirtschaftszeitung Handelsblatt zum Thema „Gas in der Energiewende“ findet am Montag und Dienstag in Leipzig statt. Vieweg wird als SPD-Energiepolitiker daran teilnehmen. „Leipzig als Tagungsort und Sitz der Verbundnetz Gas AG steht dabei für die Wertschätzung, die man dem Energiestandort Sachsen bei diesem Thema entgegenbringt“, so Vieweg. „Power-to-X wäre eine vielversprechende Möglichkeit für Sachsen, seine herausragende Stellung im Osten Deutschlands auf dem Feld der Technologisierung weiter auszubauen.“ Die Region bringe dafür viel Potenzial mit. „Power-to-Gas wäre zum Beispiel eine Möglichkeit, den Strukturwandel in der Lausitz und im Mitteldeutschen Braunkohlerevier mit einer modernen Technologie voranzubringen, die Arbeitsplätze sichert“, so Vieweg weiter.

Er fordert deshalb, dass der Freistaat die Schlüsseltechnologien Power-to-X künftig verstärkt fördern soll. „Denkbar wären etwa eine Förderung der sächsischen Hochschulen und der Aufbau von Pilotanlagen, sodass diese Methoden weiter erforscht und erprobt werden können. Dafür werde ich mich bei der Landesregierung einsetzen. Denn wenn es gelingen soll, die Stromversorgung ausschließlich auf erneuerbare Energien umzustellen, sind flexible und langfristige Speichermöglichkeiten unumgänglich“, so Vieweg abschließend.