„Wind­ener­gie ist die güns­tigs­te und effek­tivs­te Form der sich erneu­ern­den Ener­gie­er­zeu­gung. Die Wind­ener­gie ist damit sowohl den fos­si­len Ener­gie­trä­gern als auch den meis­ten ande­ren For­men der sich erneu­ern­den Ener­gien weit über­le­gen. Dass es in Sach­sen noch eine gan­ze Rei­he von guten Stand­or­ten für die Wind­ener­gie gibt, haben nicht zuletzt die vom säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um beauf­trag­te Wind­po­ten­ti­al­stu­die und die Poten­zi­al­stu­die für Erneu­er­ba­re Ener­gien gezeigt. In Sach­sen haben wir der­zeit etwa 900 Wind­ener­gie­an­la­gen am Netz. Fast ein Drit­tel von ihnen liegt außer­halb von Vor­rang- und Eig­nungs­ge­bie­ten. Das soll­ten wir ändern!“, so Jörg Vie­w­eg am Mittwoch.

Die Säch­si­sche Ener­gie­agen­tur SAENA hat näm­lich auf­ge­zeigt und nach­ge­wie­sen, dass wir in Sach­sen in der Lage sind, mit etwa 520 moder­nen Anla­gen, auf­ge­stellt in abge­wo­gen Vor­rang- und Eig­nungs­bie­ten, die Aus­bau­zie­le und CO2-Reduk­ti­ons­zie­le bis 2030 errei­chen. Dabei spie­len die Struk­tur­wan­del­re­gio­nen für mich eine ganz wich­ti­ge Rol­le. Dort gibt es sowohl Fach­kräf­te, es gibt aus­rei­chend Flä­chen und Infra­struk­tur, um dort einen groß­flä­chi­gen Aus­bau von Wind- und Pho­to­vol­ta­ik vor­an­zu­trei­ben. In die­sen Ener­gie­re­gio­nen kön­nen wir das Kli­ma schüt­zen und zugleich Arbeits­plät­ze schaf­fen und eine star­ke Wert­schöp­fung in den betref­fen­den Regio­nen beför­dern. Das ist für mich die rich­ti­ge Rich­tung für eine ver­nünf­ti­ge Debat­te zur Zukunft der sich erneu­ern­den Ener­gie im Frei­staat Sachsen!

Ich bin fest davon über­zeugt, dass nur der Aus­bau sich erneu­ern­der Ener­gien hilft, unse­re Kli­ma­zie­le zu errei­chen und vor allem sicher­zu­stel­len, dass Strom auch in Zukunft noch bezahl­bar sein wird. Denn die Nut­zung und der Aus­bau sich erneu­ern­der Ener­gien sind die größ­te sozia­le und wirt­schaft­li­che Chan­ce – gera­de auch für Sachsen.“

 

Hin­ter­grund:

„Aus der Ant­wort des säch­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums geht klar her­vor, dass die Bevöl­ke­rung bei dem Bau neu­er Wind­ener­gie­an­la­gen immer stär­ker mit ein­be­zo­gen wird. Zudem sind die Anla­gen hin­sicht­lich des Immis­si­ons­schut­zes in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer bes­ser gewor­den. Die Ant­wor­ten auf die Gro­ße Anfra­ge zei­gen auch, dass die von den ver­meint­li­chen Wind­ener­gie­geg­nern vor­ge­brach­ten Argu­men­te gegen die Errich­tung von Wind­rä­dern nicht stich­hal­tig sind. So wird immer behaup­tet, dass der von Wind­rä­dern aus­ge­hen­de Infra­schall gefähr­lich für die Gesund­heit der dort leben­den Men­schen sei. Das haben nicht nur zahl­rei­che Unter­su­chun­gen mitt­ler­wei­le wider­legt, auch die Staats­re­gie­rung stellt fest, dass kei­ne Gefähr­dung durch Infra­schall bei Wind­rä­dern vor­liegt. In den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren ist es bei über 880 Anla­gen im Frei­staat Sach­sen zu genau zwei Brän­den gekom­men. Unfäl­le durch Eis­ab­wurf sind über­haupt nicht bekannt. Auch für die gra­vie­ren­de Gefähr­dung von Tie­ren durch Wind­ener­gie­an­la­gen gibt es kei­ne stich­hal­ti­gen Hin­wei­se. Im Gegen­teil: Neh­men Sie das Bei­spiel des berühm­ten Rot­mi­lans. Sowohl auf der Roten Lis­te für Deutsch­land als auch für Sach­sen gilt er mitt­ler­wei­le als ‚nicht gefähr­det‘. Im lang­fris­ti­gen Trend wird sogar von einer Zunah­me der Popu­la­ti­on ausgegangen.

Die­se Bei­spie­le zei­gen, dass die immer wie­der beschwo­re­nen Gefah­ren durch Wind­rä­der für Mensch und Umwelt unbe­grün­det und wis­sen­schaft­lich nicht nach­voll­zieh­bar sind. Im Gegen­teil: Sich erneu­ern­de Ener­gie auf der einen Sei­te und Natur- und Arten­schutz auf der ande­ren Sei­te, also der Erhalt unse­rer natür­li­chen Lebens­grund­la­gen, gehö­ren zusam­men. In die­sem Sin­ne dan­ke ich dem Innen­mi­nis­te­ri­um für die kla­ren Aus­sa­gen in die­ser Hin­sicht. Ich hof­fe sehr, dass die­ses deut­li­che State­ment dazu bei­trägt, die Akzep­tanz in der Bevöl­ke­rung für den Aus­bau der Wind­kraft wei­ter zu erhö­hen. Denn hier haben wir in Sach­sen noch gro­ßen Nachholbedarf.“