„Wenn in Sachsen 50.000 Bürgerinnen und Bürger einen Volksantrag zur Einführung der Gemeinschaftsschule einreichen, dann ist die Politik in der Verantwortung, sich mit diesem Wunsch ganz ernsthaft und intensiv auseinandersetzen“, so SPD-Bildungsexpertin Sabine Friedel am Donnerstag bei der ersten Beratung des Volksantrags im Landtag. Eingebracht wurde der Antrag von der Lehrerin Doreen Taubert als Vertreterin der Volksinitiative.

„Wir als SPD haben uns am Bündnis ‘Länger gemeinsam Lernen’ beteiligt, weil wir die Gemeinschaftsschule für besonders wertvoll halten”, sagte Sabine Friedel. “Die Gemeinschaftsschule ist eine Schule der Vielfalt, eine Schule für alle. Das ist der Kerngedanke von Gemeinschaftsschulen, der uns so gefällt. Kinder lernen über Klasse 4 hinaus gemeinsam, werden nicht vorsortiert und können entsprechend ihres eigenen Tempos lernen.“

„Wir dürfen aber die Gemeinschaftsschule auch nicht überhöhen: Das Wohl und Wehe des sächsischen Schulsystems hängt nicht an der Gemeinschaftsschule. Es hängt vielmehr an der Unterrichtsqualität, die Schlüssel zu guter Bildung und zum Lernerfolg der Schüler ist.“