Ver­band der Säch­si­schen Wirt­schaft sollte Mit­ver­ant­wor­tung über­neh­men, statt pau­scha­les Geschimp­fe und Schuld­zu­wei­sun­gen zu ver­brei­ten

Sabine Frie­del, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, zu den Ver­laut­ba­run­gen des „Ver­ban­des der säch­si­schen Wirt­schaft (VSW)“ am 14.1.2021:

„Die öffent­li­che Behaup­tung des säch­si­schen Arbeit­ge­ber­prä­si­den­ten, der­zeit würden die älte­ren und hoch­be­tag­ten Men­schen in Alten- und Pfle­ge­hei­men nicht gezielt betreut und behan­delt, ist ein Schlag ins Gesicht aller Pfle­ge­kräf­te, die seit Mona­ten ihre ganze Kraft geben, um genau dies zu tun! Die unbe­dach­te Wort­mel­dung dieses Wirt­schafts­ver­tre­ters ist beschä­mend und ich bitte das medi­zi­ni­sche Per­so­nal in den säch­si­schen Ein­rich­tun­gen um Ent­schul­di­gung.

Der Schlüs­sel zur erfolg­rei­chen Bekämp­fung der Pan­de­mie liegt – wie im ‚nor­ma­len Leben‘ auch –  darin, dass jeder an seiner Stelle Mit­ver­ant­wor­tung über­nimmt. Von einem Wirt­schafts­lob­by­ver­band kann man nicht erwar­ten, dass er Lock­down-Maß­nah­men befür­wor­tet oder begrüßt. Sehr wohl aber könnte man vom VSW erwar­ten, dass er in seinem Wir­kungs­be­reich für eine Unter­stüt­zung der Pan­de­mie­be­kämp­fung wirbt, dass er die Mit­glieds­un­ter­neh­men zur Aus­wei­tung von Home­of­fice anhält und zur Ver­bes­se­rung des Infek­ti­ons­schut­zes für die Beschäf­tig­ten bei­trägt.“