mdl__0008_Iris Raether-LordieckUnsere neue Abgeordnete Iris Raether-Lordieck hat jetzt erstmals eine Besuchergruppe im Landtag begrüßt, um Rede und Antwort zu stehen. Sie traf Zehntklässler der 66. Oberschule Dresden.

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Iris, wie hast Du Dich auf die Begegnung vorbereitet?

Iris Raether-Lordieck: Ich habe mir erst mal ins Gedächtnis gerufen, was ich im Wahlkampf gemacht habe, wie ich mich da den Bürgern vorgestellt habe. Ich bin es ja ohnehin gewohnt, viel auf Menschen zuzugehen. Und dann habe ich vor Beginn der Begegnung schon mal Kontakt zu den Schülern aufgenommen – um zu sehen, wie sie so drauf sind.

Was hat Dich bei dem Treffen überrascht?

Dass sich eine Diskussion unter Abgeordneten entwickelt hat. Die Schüler hatten sich neben der SPD auch Vertreter von CDU und interessanterweise von der AfD als Gesprächspartner ausgesucht. Und wir Parlamentarier haben streckenweise sehr kontrovers miteinander diskutiert. Da ging es zum Beispiel um die angebliche Asylbewerberschwemme, da musste ich natürlich heftig dagegenhalten.

Was wollten die Schüler von Dir wissen? Gab es auch persönliche Fragen?

Es gab natürlich persönliche Fragen. Nach dem, was ich künftig im Landtag machen werde. Ich habe gesagt, dass ich mich gern besonders um das Thema Wirtschaft kümmern möchte. Und dann haben wir darüber gesprochen, wie Wirtschaftsförderung aussehen sollte – dass künftig Innovationen in kleinen und mittelständischen Firmen besonders unterstützt werden müssen. Da hat eine junge Frau sehr interessiert nachgefragt.

Die SPD plädiert für eine neue politische Kultur in Sachsen …

Es gab da eine tolle Frage: Warum reden Politiker so viel um den heißen Brei herum? Wir Politiker dürfen tatsächlich nicht über die Köpfe hinwegreden, wir müssen die Menschen direkt ansprechen, ihnen zuhören und auf Augenhöhe begegnen. Das ist mir und meiner Fraktion besonders wichtig. Ich habe der Schülerin empfohlen, im Fall der Fälle konkret nachzufragen und notfalls den Finger nochmals in die Wunde zu legen. Dafür stehen auch unsere Bürgerbüros vor Ort immer offen.

Warum ist Dir der Kontakt zu den Jugendlichen heute so leicht gefallen?

Ich weiß zum Glück aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn und aus unserer Bürgerinitiative, wie Jugendliche ticken. Ich kenne ihre Sprache. Und ich muss mich eher zusammenreißen – um förmlicher zu sein als zu Hause bei uns am Küchentisch. Ich denke, das ist mir gelungen. Es hat Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf meine nächste Besuchergruppe im Landtag.