„Wir reden viel über Geld, Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen und Abschie­bun­gen, wenn es um Flücht­lin­ge geht. In diesen Dis­kus­sio­nen kommt aber fast immer das Schick­sal jedes ein­zel­nen Flücht­lings zu kurz“, erklärt Julia­ne Pfeil, Spre­che­rin für Inter­gra­ti­on, aus Anlass des heu­ti­gen  Welt­flücht­lings­ta­ges. „Zu kurz kommen die Geschich­ten der Flücht­lin­ge und die Last, die sie alle zu tragen haben. Sie muss­ten ihr Leben, ihre Fami­li­en, ihre Heimat zurück­las­sen. Und es ist unsere Men­schen­pflicht ihnen zu helfen, so gut wir können. Allen sollte klar sein, dass es um Men­schen und deren Leben geht, nicht um bloße Zahlen.“

„In unse­rem Land küm­mern sich inzwi­schen viele Bür­ge­rin­nen und Bürger um jene, die hier Zuflucht gesucht haben“, wür­dig­te Pfeil. „Sie bauen Brü­cken, indem sie mit den Kin­dern, Jugend­li­chen, Frauen und Män­nern spre­chen, sich deren  Geschich­ten anhö­ren und Kon­tak­te ver­mit­teln.“

„Eines der schöns­ten Bei­spie­le konn­ten wir vor kurzem als SPD-Frak­ti­on aus­zeich­nen: Die „Baby­par­ty“ in Zwi­ckau, ins Leben geru­fen nach einer bra­si­lia­ni­schen Tra­di­ti­on. Damit wurde schwan­ge­ren Flücht­lings­frau­en und jungen Müt­tern gehol­fen. Aus dieser Idee ist nun ein großes Netz­werk mit Heb­am­men, Patin­nen und Ehren­amt­li­chen ent­stan­den, die Spen­den sam­meln. Das sollte Schule machen. Denn wer das Leid, das Schick­sal dieser Men­schen kennt, wird sich öffnen und helfen.“

Hin­ter­grund: Der 20. Juni wurde von der UN-Voll­ver­samm­lung zum inter­na­tio­na­len Gedenk­tag für Flücht­lin­ge aus­ge­ru­fen. Das UNHCR ruft dieses Jahr nicht nur zu Spen­den auf, son­dern star­tet auch eine Kam­pa­gne, welche die Erleb­nis­se von Flücht­lin­gen mit Inter­views und Foto­stre­cken in den Mit­tel­punkt rückt.