Julia­ne Pfeil-Zabel, Spre­che­rin für Fami­li­en­po­li­tik der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, zum  „Län­der­mo­ni­tor früh­kind­li­che Bil­dungs­sys­te­me“ der Ber­tels­mann Stif­tung:

„Der Län­der­mo­ni­tor zeigt vor allem Eines: Die Betreu­ung in den Krip­pen und Kin­der­gär­ten lässt sich nicht von heute auf morgen ver­bes­sern. Des­we­gen haben wir in der Koali­ti­on in Sach­sen die Ver­bes­se­run­gen gleich zu Beginn der Legis­la­tur auf den Weg gebracht und seit­dem Jahr für Jahr viele Mil­lio­nen Euro zusätz­lich in die Hand genom­men, um die Qua­li­tät in den Kitas Schritt für Schritt zu ver­bes­sern. Die Ber­tels­mann Studie hängt der tat­säch­li­chen Ent­wick­lung leider immer andert­halb Jahre hin­ter­her, so dass sich viele Ver­bes­se­run­gen in deren Sta­tis­tik noch nicht nie­der­schla­gen“, so Julia­ne Pfeil-Zabel.

Pfeil-Zabel ein­ord­nend: „Bei den Kin­der­gär­ten kann man die posi­ti­ve Ent­wick­lung aber schon im Län­der­mo­ni­tor sehen. Der Per­so­nal­schlüs­sel hat sich von 2014 bis 2017 um 0,5 Punkte ver­bes­sert. Dass sich in der heute vor­ge­stell­ten Studie die Ver­bes­se­run­gen bei den Krip­pen noch nicht nie­der­schla­gen, ist aller­dings auch klar, da sie zum 1. Sep­tem­ber 2017 bzw. 2018 in Kraft treten. Die Studie berück­sich­tigt Daten zum Stich­tag 1. März 2017.“

„Für die SPD ist klar, dass mit den bis­he­ri­gen Maß­nah­men nur ein erster Schritt getan wurde. Ein Schritt, der in den letz­ten vier Jahren ins­ge­samt 434 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich gekos­tet hat. Ins­ge­samt planen wir in dieser Legis­la­tur 726 Mil­lio­nen Euro mehr für die Kitas aus­zu­ge­ben“, so Pfeil-Zabel zu den finan­zi­el­len Dimen­sio­nen der bis­he­ri­gen Ver­bes­se­run­gen. Im Jahr 2019 soll der Anteil des Landes für die Kin­der­be­treu­ung auf 724 Mil­lio­nen Euro stei­gen – im Jahr 2014 waren es noch 431 Mil­lio­nen Euro. „Um die von Ber­tels­mann gefor­der­te Betreu­ungs­qua­li­tät zu errei­chen wären zusätz­lich 814 Mil­lio­nen Euro pro Jahr nötig. Das ist, auch mit einem Rekord­haus­halt, wie er uns bevor­steht, leider nicht mög­lich. Die zweite Seite der Medail­le darf auch nicht aus dem Blick gera­ten: Wir brau­chen zusätz­li­che päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te, die zunächst aus­ge­bil­det werden müssen. Außer­dem sollte nicht ver­ges­sen werden, dass in Sach­sen deut­lich mehr Kinder deut­lich länger in den Kitas betreut werden, als in west­li­chen Bun­des­län­dern, die auf dem Papier eine bes­se­re Betreu­ung haben.“