„Trotz aller berech­tigter Kritik an Russ­land sollten wir uns die Wege dorthin nicht ver­bauen“, sagte Thomas Baum, Spre­cher für Wirt­schafts­po­litik der SPD-Land­tags­frak­tion,  am Don­nerstag im Landtag. „Unser Ziel muss es sein, trotz der Sank­tionen die Gesprächs­ka­näle offen zu halten, die Kon­takte zu rus­si­schen Part­ner­re­gionen weiter zu pflegen und Unter­neh­mer­reisen nach Russ­land fort­führen. Russ­land ist ein wich­tiger Han­dels­partner für Sachsen – daher müssen wir selbst den Dialog aktiv und kri­tisch begleiten.“

Baum ver­wies darauf, dass die säch­si­schen Exporte in die Rus­si­sche Föde­ra­tion 2014 im Ver­gleich zu 2013 um 13,4 Pro­zent zurück­ge­gangen seien. „Russ­land bleibt aber ein wich­tiger Markt für die säch­si­schen Unter­nehmen.“ Im Ran­king des säch­si­schen Export­vo­lu­mens habe Russ­land im ver­gan­genen Jahr mit ca. 1,2 Mil­li­arden Euro Platz neun belegt.

„Ins­ge­samt lag 2014 die Export­quote der säch­si­schen Indus­trie bei 37,5 Pro­zent, auf bun­des­deut­scher Ebene bei 46,3 Pro­zent. Unser gemein­sames Ziel ist es, die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der säch­si­schen Wirt­schaft vor­an­zu­treiben. Den noch immer bestehenden Rück­stand im Export zu den west­li­chen Bun­des­län­dern gilt es auf­zu­holen und die Rah­men­be­din­gungen zu ver­bes­sern, damit die säch­si­sche Wirt­schaft noch mehr ihrer Pro­dukte ins Aus­land ver­kaufen kann.“