„Ja, auch mir dauert der Bau der B178n inzwi­schen viel zu lange. Aber das liegt nicht an den Mit­ar­bei­tern im Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um oder im Lan­des­amt für Stra­ßen­bau und Ver­kehr. Viel­mehr musste das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um nach der Land­tags­wahl 2014 den gesam­ten Pla­nungs­pro­zess erst einmal vom Kopf wieder auf die Füße stel­len“, so Thomas Baum, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Land­tags­frak­ti­on, am Don­ners­tag zur Debat­te um die Pla­nung der Straße. „Die Sach­sen-FDP hatte im Land­tags­wahl­kampf mit halt­lo­sen Ver­spre­chun­gen und unse­riö­sen Berech­nun­gen agiert, um in der Region Stim­men zu sam­meln – jedoch zu Lasten der betrof­fe­nen Bürger.“

„Wäre der Bau damals – wie von den Libe­ra­len ver­spro­chen – durch­ge­drückt worden, wäre das Pro­jekt vor Gericht kra­chend geschei­tert. Dann hätten wir ganz von vorn begin­nen müssen und der Frust und Ärger vor Ort wären noch viel größer als nun. Im Abschnitt zwi­schen Oder­witz und Ober­s­ei­fers­dorf sind jetzt ledig­lich klei­ne­re Kor­rek­tu­ren in die Pla­nung ein­zu­ar­bei­ten und Son­der­gut­ach­ten zu aktua­li­sie­ren –  ein not­wen­di­ges Ver­fah­ren, das Ende 2018 abge­schlos­sen sein wird.“

„Wir blei­ben bei unse­rem 2015 ein­ge­schla­ge­nen Weg der neuen Ehr­lich­keit. Wir werden wei­ter­hin die Bürger anhö­ren und über die rea­lis­ti­schen Pla­nungs­zeit­räu­me infor­mie­ren. Auch wenn wir – im Gegen­satz zu Poli­ti­kern ande­rer Par­tei­en – keine schnel­len Lösun­gen ver­spre­chen: Die Lau­sit­zer können sich auf ein geord­ne­tes, rechts­staat­li­ches Ver­fah­ren ver­las­sen. Denn nur das schafft vor Ort tat­säch­lich Ver­trau­en und Ver­ständ­nis.  Wer das als ein Stück aus dem Toll­haus bezeich­net, sollte sein Ver­hält­nis zu rechts­staat­li­chen Ver­fah­ren über­den­ken.“ Baum abschlie­ßend: „Der Bau der B178n ist kein Wahl­kampf­the­ma – das haben die Betrof­fe­nen nicht ver­dient.“