„Wenn ein Kind bereits die Sprache der Nach­barn und Freunde lernt, die sich von der der Eltern unter­scheidet, gewinnt es Ver­ständnis für die Kultur dieser Nach­barn“, so Harald Bau­mann-Hasske, Spre­cher für Euro­pa­po­litik der SPD-Land­tags­frak­tion, am Mitt­woch zum Koali­ti­ons­an­trag „Stär­kung der grenz­über­schrei­tenden nach­bar­spra­chigen Bil­dung“. „Das ist dort, wo es diese Nach­barn unmit­telbar gibt, beson­ders sinn­voll und not­wendig – weil die erlernte Sprache zugleich eine Kultur erschließt, und diese nicht theo­re­tisch und im Unter­richt bleibt, son­dern prak­tisch mit Leben erfüllt wird.“

„Das Erlernen einer Fremd­sprache gerade im früh­kind­li­chen Alter för­dert den per­sön­li­chen Bil­dungs- und Rei­fungs­pro­zess. In den Grenz­re­gionen gehört das gemein­same Leben in Kultur, Gesell­schaft und Wirt­schaft zwi­schen Sachsen, Tsche­chien und Polen zum Alltag.“ Des­halb setzte sich die Koali­tion mit ihrem Antrag unter anderem für mehr Mut­ter­sprachler als Lehrer und Erzieher für Kita und Schule ein, aber auch für Fort- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bote ein­hei­mi­scher Päd­ago­ginnen und Päd­agogen, so Bau­mann-Hasske.

„Wir wollen wir die Bedin­gungen ver­bes­sern, damit noch mehr Säch­sinnen und Sachsen sich auch in Pol­nisch und Tsche­chisch mit den Nach­barn, Kol­legen und Freunden ver­stän­digen können.“