+++ bis zu 1.500 Euro +++ Leis­tung in der Pflege wür­di­gen +++ Ziele blei­ben Tarif­ver­trag und Büro­kra­tie­ab­bau +++

Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und Spre­cher für Arbeit, und
Simone Lang, Spre­che­rin für Pflege, der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, zum Pfle­ge­bo­nus

„Wer viel leis­tet und große Ver­ant­wor­tung trägt, ver­dient mehr – ins­be­son­de­re auch in den Gesund­heits- und Pfle­ge­be­ru­fen. Und das nicht erst seit der Corona-Krise! Sozi­al­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping hat durch­ge­setzt, dass auch die 70.000 Pfle­ge­kräf­te in Sach­sen nun bis zu 1.500 Euro Bonus steu­er­frei bekom­men“, begrüßt Hen­ning Homann die Eini­gung zum säch­si­schen Pfle­ge­bo­nus, der aus dem Bun­des­an­teil (bis 1.000 Euro) und einem säch­si­schen Teil (bis zu 500 Euro) besteht, der voll­stän­dig vom Frei­staat getra­gen wird.

Für Homann kann der Bonus nur ein erster Schritt sein: „Unser Ziel bleibt ein all­ge­mein­ver­bind­li­cher Pflege-Tarif­ver­trag. Er sichert gerech­te Löhne und ver­bes­sert die Arbeits­be­din­gun­gen dau­er­haft und deutsch­land­weit. Mit dem Bonus erhal­ten alle Beschäf­tig­ten in der Alten­pfle­ge, also z.B. auch Aus­zu­bil­den­de, FSJler und Leih­ar­bei­ter, aber kurz­fris­tig eine wich­ti­ge Aner­ken­nung.“

Simone Lang, die selbst als Kran­ken­schwes­ter gear­bei­tet hat und nun für Pflege in der SPD-Land­tags­frak­ti­on zustän­dig ist, wür­digt die Leis­tung der Pfle­ge­kräf­te: „Es liegen schwie­ri­ge Wochen hinter uns, in denen sich die Pfle­ge­kräf­te auf­op­fe­rungs­voll um ihre Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten geküm­mert haben. Sie haben nicht nur mit erhöh­ten Hygie­ne­maß­nah­men zu tun, son­dern muss­ten die zu Pfle­gen­den auch emo­tio­nal auf­fan­gen. All das kam zu der ohne­hin großen Ver­ant­wor­tung hinzu.
Es freut mich daher, dass Petra Köp­ping nicht locker­ge­las­sen und den säch­si­schen Pfle­ge­bo­nus durch­ge­setzt hat!“

Simone Lang macht abschlie­ßend deut­lich, dass man aus Corona wich­ti­ge Lehren ziehen kann und muss: „Die Corona-Pan­de­mie zeigt noch einmal mehr als deut­lich, was in der Alten­pfle­ge tag­täg­lich geleis­tet wird. Wir müssen jetzt die Arbeits­si­tua­ti­on nach­hal­tig ver­bes­sern und die Pfle­ge­kräf­te dau­er­haft ent­las­ten. Wir wollen den Abbau von Büro­kra­tie vor­an­trei­ben, damit Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger mehr Zeit für die Men­schen und nicht für For­mu­la­re haben. Viele sehr gute Vor­schlä­ge hat im letz­ten Jahr die Enquete-Kom­mis­si­on Pflege des Land­ta­ges gemacht. Jetzt gilt es, sie ent­schlos­sen umzu­set­zen.“

Hin­ter­grund:

Der Pfle­ge­bo­nus des Bundes beträgt 1.000 Euro. Wei­te­re 500 Euro können von Län­dern und/​oder Arbeit­ge­bern bei­gesteu­ert werden. Der Bonus ist steu­er­frei.
Der säch­si­sche Teil wird kom­plett vom Frei­staat getra­gen – Arbeit­ge­ber müssen sich nicht betei­li­gen.
Der Bonus gilt nur für die Alten­pfle­ge, dort aber für alle Beschäf­tig­ten nach einem Stu­fen­mo­dell (2÷3 Bund, 1/3 Land):

  • 1.500 Euro für Vollzeit‑, Teil­zeit- oder in Kurz­ar­beit Beschäf­ti­ge,
  • 1.000 Euro Vollzeit‑, Teil­zeit- oder in Kurz­ar­beit Beschäf­ti­ge, die in einem Umfang von min­des­tens 25 Pro­zent ihrer Arbeits­zeit gemein­sam mit Pfle­ge­be­dürf­ti­gen tages­struk­tu­rie­rend, akti­vie­rend, betreu­end oder pfle­gend tätig sind,
  • 500 Euro alle übri­gen Vollzeit‑, Teil­zeit- oder in Kurz­ar­beit Beschäf­ti­gen einer zuge­las­se­nen Pfle­ge­ein­rich­tung,
  • 150 Euro für Frei­wil­li­ge (bspw. FSJ),
  • 900 Euro für Aus­zu­bil­den­de