„Die Äuße­run­gen der säch­si­schen CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vero­ni­ka Bell­mann über eine angeb­lich fort­schrei­ten­de Isla­mi­sie­rung Deutsch­lands sind nicht akzep­ta­bel. Sie erin­nern fatal an die men­schen­ver­ach­ten­den Paro­len, die immer wieder auf Pegida-Demons­tra­tio­nen in Dres­den zu hören sind“, so Hen­ning Homann,  stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag und Spre­cher für demo­kra­ti­sche Kultur, am Mitt­woch. „Das ist genau das Gegen­teil von Welt­of­fen­heit und Mit­mensch­lich­keit, wofür am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de 35 000 Men­schen in Dres­den auf die Straße gegan­gen sind. Frau Bell­mann sollte sich schnells­tens kor­ri­gie­ren. Ande­ren­falls erwar­te ich eine Distan­zie­rung der CDU von den inak­zep­ta­blen Äuße­run­gen.“

„Die rich­ti­ge Reak­ti­on auf Pegida ist, mit Fakten zu argu­men­tie­ren. Der Anteil der Mus­li­me in Sach­sen liegt gerade einmal bei 0,1 Pro­zent. Auf­ga­be von Poli­tik ist es, Men­schen auf­zu­klä­ren – nicht aber dif­fu­se Ängste von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern noch zu schü­ren.“

Hin­ter­grund: Bell­mann hatte dem „Han­dels­blatt“ (Online-Aus­ga­be) unter ande­rem gesagt, die „fort­schrei­ten­de Isla­mi­sie­rung“ sei schon „infol­ge der demo­gra­phi­schen Situa­ti­on, der Gebur­ten­freu­dig­keit auf der einen und des Gebur­ten­de­fi­zits auf der ande­ren Seite gege­ben, unab­hän­gig von Ideo­lo­gi­sie­rung oder Mis­sio­nie­rung durch Imame, Hass­pre­di­ger oder ande­ren“.

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