„Gerade in der heu­ti­gen Zeit, in der sehr unbe­darft mit Begrif­fen wie Über­wa­chungs­staat und Dik­ta­tur umge­gan­gen wird, ist eine umfas­sen­de Auf­klä­rung über die Tätig­keit der Staats­si­cher­heit und ihrer Auf­trag­ge­ber sehr wich­tig“, so Hanka Kliese, Frak­ti­ons-Spre­che­rin für Recht und Ver­fas­sung, am Mitt­woch. „Ein acht­sa­mer Umgang mit dem Dik­ta­tur­be­griff, der eben auch den Opfern von Dik­ta­tu­ren gerecht wird, kann allein durch aus­rei­chend Grund­wis­sen mög­lich sein. Für dieses Wissen sind die Akten unab­ding­bar. Mit dem Beschluss des Bun­des­ta­ges, die Stasi-Akten an einem Archiv­stand­ort je Bun­des­land zu bün­deln, wird bedau­er­li­cher­wei­se die Bedeu­tung der Akten abge­wer­tet. Dies lässt sich nicht mehr umkeh­ren. Wohl aber kann Sach­sen seine klei­nen Spiel­räu­me nutzen, der Auf­ar­bei­tung außer­halb der übli­chen Ober­zen­tren ein Gesicht zu geben. Den jüngs­ten Vor­schlag von Jus­tiz­mi­nis­te­rin Katja Meier, eine stär­ke­re Ver­knüp­fung der bis­he­ri­gen Außen­stel­len zur Gedenk­stät­ten­land­schaft anzu­stre­ben, begrü­ße ich aus­drück­lich.“

Hin­ter­grund:

Pres­se­mit­tei­lung des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums  https://​www​.medi​en​ser​vice​.sach​sen​.de/​m​e​d​i​e​n​/​n​e​w​s​/​2​3​9​729