„Auch 2016 wird Sachsen ähnliche viele Geflüchtete wie letztes Jahr aufnehmen müssen. Darauf müssen wir uns vorbereiten, denn alles andere ist fahrlässig. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Menschen, die zu uns kommen, so früh wie möglich zu integrieren. Sie müssen die Sprache lernen, möglichst vom ersten Tag an. Sie sollen sich durch Arbeit langfristig selbst versorgen können. Nichts schafft mehr Integration als Schule, Ausbildung und Arbeit.“, sagte  Harald Baumann-Hasske in der Debatte zum Antrag „Europäische Migrationsagenda und gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa“.

Baumann-Hasske geht davon aus, dass ein Greifen des europäischen Verteilmechanismus, über den beim EU-Gipfel in wenigen Wochen erneut verhandelt wird, auch in Sachsen eine gewisse Entlastung zur Folge hat: „Das würde zu einer gerechteren Verteilung von Geflüchteten führen, vielleicht auch zu einer Entspannung der empörten Debatten.”

„Es sind aber genau diese Debatten, die uns davon abhalten, das zu tun, was notwendig ist.

Diese Debatten, die Rechtspopulisten Gelegenheit geben, das Klima in unserer Gesellschaft noch weiter zu vergiften und Gewalttaten zu provozieren.“, so Baumann-Hasske weiter. Er appelliert: „Man kann aber auch einfach und klar die Ziele definieren und alles tun, um sie zu erreichen. Lassen Sie uns lieber zu den Aufgaben kommen, die wir selbst lösen können. Lassen Sie uns um die besten Lösungen ringen und diese dann möglichst pragmatisch umsetzen.“