Die beiden Koalitionsfraktionen von CDU und SPD bringen in die heutige Sitzung des Sächsischen Landtages einem gemeinsamen Antrag zur Stärkung der kulturellen Bildung in Sachsen ein. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll jetzt in Abstimmung mit den handelnden Akteuren ein landesweites Konzept dazu erarbeitet werden.

Hanka Kliese, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Kulturelle Bildung darf kein Zufallsprodukt sein. Wir haben in Sachsen viel gute Ideen und Projekte. Das alles wollen wir jetzt in einer Gesamtstrategie bündeln. Und wir müssen bestehende Hürden – etwa die im Schulbereich – abbauen. Dazu gehören alle Ministerien und die Kulturschaffenden an einen Tisch. Mit der Gläsernen Werkstatt ‚Kulturelle Bildung‘ Anfang November hat das Kunstministerium den Anfang gemacht. Denn staatliche Verantwortung heißt nicht Dekret sondern Dialog. Bei der kulturellen Bildung geht es auch um Neugier, Offenheit und Respekt. Wer neugierig und offen ist, hat auch Respekt vor anderen. Das alles sind wichtige Ressourcen, um ein friedliches Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu gestalten.“

Octavian Ursu, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises für Hochschule und Wissenschaft, Kultur und Medien der CDU-Landtagsfraktion: „Die Koalitionsfraktionen machen mit diesem Antrag deutlich, dass Kulturelle Bildung weiterhin ein wichtiges Ziel der sächsischen Landespolitik ist. Kunst und Kultur sind Motoren gesellschaftlicher Entwicklungen – das macht kulturelle Bildung so bedeutsam. Sie schafft neue Lernkulturen und beeinflusst nachhaltig unser Leben. Und nicht zuletzt schafft kulturelle Bildung Identität und Heimat. Die Vermittlung von Geschichte, Traditionen und Werten stärkt unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie ist für ein Kulturland wie Sachsen gar ein Aushängeschild. Für uns bleibt die Kulturelle Bildung – wie in vergangenen Legislaturperioden auch – ein wichtiges Thema der Kulturpolitik und ein bedeutender Teil des Bildungsangebotes im Freistaat Sachsen, den wir weiter fördern und unterstützen.“