„Wir bekennen uns sehr klar zu einem hohen Niveau unserer Kul­tur­land­schaft“, so Hanka Kliese, stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende und kul­tur­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Land­tags­frak­tion, am Don­nerstag in der Land­tags­de­batte „Kultur in Sachsen – gut gemacht und gut bezahlt“. „In den letzten Jahren haben es Haus­ta­rif­ver­träge ermög­licht, dass unsere Orchester auf hohem Niveau weiter bestehen konnten. Dafür haben die Musi­ke­rinnen und Musiker in vielen Fällen ver­zichtet. Das ist aber keine Dau­er­lö­sung. Jetzt haben wir eine Lösung gefunden, die es den Häu­sern ermög­licht, zum Flä­chen­ta­rif­ver­trag zurück­zu­kehren und damit faire und gute Arbeits­be­din­gungen zu schaffen.“

Eine noch zu bewäl­ti­gende Her­aus­for­de­rung sei das Lohn­ge­fälle inner­halb der Sparten, so Hanka Kliese. „Das ist ein Pro­blem, das nicht allein poli­tisch gelöst werden kann. Wir können dafür nur die Rah­men­be­din­gungen schaffen.“

Hin­ter­grund: Mit dem Dop­pel­haus­halt 2019/2020 sollen die jähr­li­chen Lan­des­zu­wei­sungen an die Kul­tur­räume von jetzt 94,7 auf dann 97,7 Mil­lionen Euro steigen. Zusätz­lich jähr­lich sieben Mil­lionen Euro für die Per­so­nal­kosten der Theater und Orchester und die Stär­kung ihres Kul­tur­ange­bots werden als Struk­tur­mittel an die kom­mu­nalen Träger gezahlt. Davon pro­fi­tieren werden fünf Theater und vier Orchester, sofern sie Anträge stellen.