„Es ist unsere Auf­ga­be, den Kin­dern in Sach­sen ein gutes und sta­bi­les Fun­da­ment zu geben, denn sie sind das Fun­da­ment unse­rer Zukunft“, erklär­te Julia­ne Pfeil, Spre­che­rin für Fami­li­en­po­li­tik, am Diens­tag in der Debat­te zum Haus­halt 2015/16. Dazu leiste der neue Haus­halt einen wich­ti­gen Bei­trag. Pfeil ver­wies vor allem auf die schritt­wei­se Sen­kung des Per­so­nal­schlüs­sels in Kin­der­gär­ten und Krip­pen. „Mit jeder Stufe werden mehr Erzie­he­rin­nen und Erzie­her in den Kitas tätig sein. Bis 2018 benö­ti­gen wir unge­fähr 2.360 zusätz­li­che Fach­kräf­te.“

„Um dies in Zahlen zu fassen: Das Land Sach­sen wird 2015/16 für die Absen­kung des Schlüs­sels in den Kin­der­gär­ten 53,8 Mil­lio­nen bzw. 83,2 Mil­lio­nen Euro bereit­stel­len – also ins­ge­samt 137 Mil­lio­nen Euro mehr in diesem Dop­pel­haus­halt.“ Dies werde ohne eine Anhe­bung der Eltern­bei­trags-Grenze umge­setzt. „Das Gesetz über Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen bleibt in diesem Punkt unan­ge­tas­tet.“

Dies sei ein wich­ti­ges Signal an die Fami­li­en im Frei­staat. „Kann es doch schon durch die bestehen­de Geset­zes­la­ge zu leich­ten Kos­ten­stei­ge­run­gen kommen. Auf­grund des bes­se­ren Betreu­ungs­ver­hält­nis­ses werden in Zukunft mehr Fach­kräf­te in den Kitas arbei­ten. Mehr Erzie­he­rin­nen und Erzie­her sowie Lohn­zu­wäch­se führen zu stei­gen­den Per­so­nal- bezie­hungs­wei­se Betriebs­kos­ten. Die vom Frei­staat Sach­sen im Haus­halt ein­ge­stell­ten Mittel sind nach Berech­nun­gen des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums aus­rei­chend, um die bes­se­re Betreu­ungs­re­la­ti­on zu finan­zie­ren.“

Iris Rae­ther-Lor­dieck, bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, beton­te, dass mit dem Haus­halt die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen werden, um knapp 2.000 neue Leh­re­rin­nen und Lehrer ein­zu­stel­len. „Dafür stehen in diesem Jahr 1,88 Mil­li­ar­den Euro zur Ver­fü­gung. Das sind 33,4 Mil­lio­nen Euro mehr als im Jahr 2014. Im kom­men­den Jahr sind es dann sogar 103,7 Mil­lio­nen Euro über dem Wert von 2014.“ Wich­tig seien auch die zusätz­li­chen 5 Mil­lio­nen Euro für Inklu­si­on an den Schu­len. „Die Oppo­si­ti­on wird mir vor­hal­ten, das sei ein Trop­fen auf dem heißen Stein. Dem halte ich ent­ge­gen: Einen Wer­te­wan­del errei­chen wir nur Schritt für Schritt. Jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler, der sich nicht mehr aus­ge­grenzt fühlt, son­dern zur Gemein­schaft gehört, ist ein großer Gewinn.“