Lang: Die Suchthilfe muss weiterentwickelt und auf neue Bedarfe ausgerichtet werden.

14. Juli 2022

Heute wurde der Antrag der Koali­ti­ons­frak­tionen Sucht­hilfe in Sachsen wei­ter­ent­wi­ckeln und neue Bedarfe auf­grund der Corona-Pan­demie” (Drs. 7/10169) beschlossen. Dazu führte Simone Lang, gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, aus:

„Die Corona-Pan­demie und die beschlos­senen Infek­ti­ons­schutz­maß­nahmen sind an nie­mandem von uns spurlos vor­bei­ge­gangen. Wäh­rend einige gut mit den neuen Bedin­gungen zurecht gekommen sind, fiel es anderen schwerer. Vor allem, wenn bereits im Vor­feld eine psy­chi­sche oder Such­ter­kran­kung vorlag. Auch das Sucht­hil­fe­system musste in der Pan­demie unter ver­än­derten Bedin­gungen agieren. Daher ist es nicht ver­wun­der­lich, dass es immer wieder Hin­weise darauf gibt, dass sich der Konsum von Alkohol, Tabak und ille­galen Drogen ver­än­dert hat.”

„Daher muss die Sucht­hilfe wei­ter­ent­wi­ckelt und auf die neuen Bedarfe aus­ge­richtet werden. Denn klar ist für uns, dass wir betrof­fene nicht alleine lassen, son­dern genau hin­sehen, um auf einen gestie­genen Prä­ven­tions- und Unter­stüt­zungs­be­darf reagieren zu können. Der Antrag ist hierfür der erste wich­tige Schritt.”

„Ein zen­traler Schwer­punkt liegt für uns auf sucht­be­las­teten Fami­lien und den Aus­wir­kungen auf Kinder und Jugend­liche, den hier not­wen­digen The­ra­pie­be­darf sowie den Bedarf an zusätz­li­chen prä­ven­tiven Ange­boten an Schulen. Hier spielt nach wie vor die Abhän­gig­keit von Alkohol eine her­aus­ra­gende Rolle. Diesen Kreis­lauf müssen wir besser durch­bre­chen und somit nicht nur den Eltern, son­dern auch ihren Kin­dern einen Weg heraus zeigen.”