„Corona führt deut­lich vor Augen: Wir müssen aktiv etwas gegen Kin­der­ar­mut tun und die Kinder und Fami­li­en ent­las­ten“, so Simone Lang, gesund­heits­po­lit­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, am Don­ners­tag im Land­tag. Auf Bun­des­ebe­ne sei drin­gend eine Rege­lung für Fami­li­en zu finden, die übli­cher­wei­se staat­li­che Unter­stüt­zung für das Schu­les­sen ihrer Kinder erhal­ten. Diese Unter­stüt­zung ent­fal­le seit Schlie­ßung der Schu­len.

„Wir müssen Kin­der­ar­mut in diesen Zeiten ver­stärkt in den Blick nehmen. Das gilt auch über Corona hinaus: Ins­be­son­de­re das Bildungs­ticket wird hier eine wei­te­re wich­ti­ge Unter­stüt­zung sein. Zudem gilt es, das Lan­des­er­zie­hungs­geld auf Allein­er­zie­hen­de aus­zu­wei­ten. Und auch die Kita-Bei­trä­ge müssen stabil blei­ben. Die Kin­der­be­treu­ung muss bezahl­bar sein, lang­fris­tig sogar kos­ten­frei. Daran darf Corona nichts ändern.“

„Außer­dem brau­chen wir eine zügige Lösung, wie die Kita­ge­büh­ren für die Zeit der Schlie­ßun­gen erstat­tet werden können. Wir müssen per­spek­ti­visch radi­ka­le­re Schrit­te gehen, um die Kinder aus der Armuts­fal­le zu holen. Und genau das kann nur mit einer Kin­der­grund­si­che­rung gelin­gen.“

„Wenn man Schu­len und Kitas geschlos­sen lässt, muss man mit­den­ken, was mit den Eltern ist. Der Schritt, hier­für zunächst einmal die Kind-Krank-Tage aus­zu­wei­ten, ist sinn­voll. Ob diese Erwei­te­rung jedoch rei­chen wird, muss die Zeit zeigen. Zudem gebe ich zu beden­ken, dass die der­zei­ti­gen finan­zi­el­len Lohn­er­satz­leis­tun­gen für die Fami­li­en nicht aus­rei­chend sind. Ziel sollte per­spek­ti­visch der kom­plet­te Lohn­er­satz sein, wenn die Eltern ihrer Arbeit in Zeiten von Corona nicht nach­kom­men können. Und das ins­be­son­de­re für Allein­zie­hen­de.“

„Der Impf­stoff macht Hoff­nung auf die bal­di­ge Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät. Nur wenn sich aus­rei­chend Men­schen impfen lassen, können wir die Pan­de­mie über­win­den“, so Lang weiter. „Bis das Ziel erreicht ist, müssen wir uns und unsere Mit­men­schen wei­ter­hin schüt­zen. Das bedeu­tet auch in den kom­men­den Wochen Ent­beh­run­gen. Nie­man­dem fällt das leicht. Bund, Land und Kom­mu­nen müssen hier­für gemein­sam an einem Strang ziehen. Die Kom­mu­nen und die Akteu­re vor Ort tragen dabei eine große und nicht unwe­sent­li­che Ver­ant­wor­tung.“ Allein mit dem Finger nach Dres­den zu zeigen, helfe nicht weiter.