„Pfle­ge­kräfte bekommen beson­ders in den letzten Wochen viel Zuspruch und Aner­ken­nung für ihre anspruchs­volle und kräf­te­zeh­rende Arbeit. Doch nur bei warmen Worten bleibt es nicht. Ich freue mich, dass Bun­des­ar­beits­mi­nister Heil die Emp­feh­lungen der Pfle­ge­kom­mis­sion umsetzt und erst­mals bran­chen­weit ver­bind­liche Min­dest­löhne ermög­licht“, so Simone Lang, pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Land­tags­frak­tion, am Don­nerstag.

Dem­nach erhalten Pfle­ge­hilfs­kräfte mit einer ein­jäh­rigen Aus­bil­dung ab dem 1. April 2021 einen Min­dest­lohn in Ost­deutsch­land in Höhe von 12, 20 Euro und ab dem 1. April 2022 bun­des­weit 13,20 Euro. Pfle­ge­fach­kräfte mit einer drei­jäh­rigen Aus­bil­dung erhalten ab dem 1. Juli 2021 in Ost und West min­des­tens 15,00 Euro und ab dem 1. April 2022 min­des­tens 15,40 Euro.

„Eine bes­sere Bezah­lung der Men­schen in der Alten- und Kran­ken­pflege ist ein wich­tiger Schritt hin zu anstän­digen Arbeits­be­din­gungen, aber es ist nicht der ein­zige. Mit­be­stim­mungs- und Mit­ge­stal­tungs­mög­lich­keiten gehören ebenso dazu wie planbar freie Tage. Fach­kräfte sollten zudem immer ent­spre­chend der jewei­ligen Bran­chen­ta­rif­ver­träge ent­lohnt werden und nicht ent­lang einer Unter­grenze. Ein bun­des­weiter Tarif­ver­trag bleibt somit unser Ziel”, so Lang.

„Die drin­genden Ver­bes­se­rungen dürfen auch wei­terhin nicht zu Lasten der Pfle­ge­be­dürf­tigen und ihrer Fami­lien gehen. Die Frage, wie wir die Pfle­ge­ver­si­che­rung grund­sätz­lich wei­ter­ent­wi­ckeln, bleibt somit offen.”