„Pfle­ge­rinnen und Pfleger schul­tern ange­sichts der sich zuspit­zenden Corona-Pan­demie zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Last für die gesamte Gesell­schaft, die über das bisher vor­stell­bare Maß hin­aus­geht. Sachsen sollte daher dafür sorgen, dass die hoch belas­teten Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter – egal in wel­chen Berei­chen sie arbeiten – schnell und unbü­ro­kra­tisch eine wei­tere Bonus­zah­lung vom Frei­staat erhalten. Die Prämie darf nicht wie bisher von der Kas­sen­lage der jewei­ligen Ein­rich­tungen abhängen“, so Simone Lang, pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion, am Dienstag.

„Der Frei­staat sollte das Geld für eine Corona-Prämie von 500 Euro für die Pfle­ge­kräfte in Alten- und Pfle­ge­heimen, Kran­ken­häu­sern sowie in der Behin­der­ten­hilfe bereit­stellen. Im Gegen­satz zum Früh­jahr müsste es einen vom Land gezahlten Bonus auch für die Kol­le­ginnen und Kol­legen in den Kran­ken­häu­sern geben. Aus vielen Gesprä­chen mit Beschäf­tigten gerade klei­nerer Kran­ken­häuser weiß ich, dass sie sich im Ver­gleich zu grö­ßeren Kli­niken unge­recht behan­delt fühlen. Denn grö­ßere Ein­rich­tungen haben nach dem ersten Lock­down einen Bonus gezahlt..“

„Außerdem sollte sich der Frei­staat beim Bund dafür ein­setzen, dass mög­liche Son­der­zah­lungen für die Pfle­ge­rinnen und Pfleger bis zu einem Betrag von 1.500 Euro bis Ende kom­menden Jahres weiter steuer- und sozi­al­ver­si­che­rungs­frei gestellt werden. Denn am Ende muss tat­säch­lich mehr Geld im Porte­mon­naie sein. Es geht um Respekt, um Aner­ken­nung und auch um Moti­va­tion.“

„Allen Kri­ti­kern sei jetzt schon gesagt: Wäh­rend Sie das Weih­nachts­fest begehen – not­ge­drungen in kleinem Kreise – werden viele Pfle­ge­rinnen und Pfleger klaglos ihrer Arbeit nach­gehen,“ so Lang abschlie­ßend.