„Die ver­bind­li­che Ver­an­ke­rung einer Min­dest­ver­gü­tung in der Appro­ba­ti­ons­ord­nung für Ärzte ist die ein­fachs­te und prak­ti­ka­bels­te Lösung, um für faire Arbeits- und Stu­di­en­be­din­gun­gen zu sorgen. Hier ist Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn in der Pflicht, einen Vor­schlag zu unter­brei­ten“, erklär­te SPD-Hoch­schul­ex­per­te Holger Mann am Mitt­woch im Land­tag. „Für die SPD-Frak­ti­on stehen eine aus­kömm­li­che, lebens­wirk­li­che Stu­di­en­fi­nan­zie­rung, die Reform des Medi­zin­stu­di­ums, faire Arbeits- und Stu­di­en­be­din­gun­gen sowie die Qua­li­täts­si­che­rung im Medi­zin­stu­di­um im Fokus. Es gilt, die ver­schie­de­nen Inter­es­sen in Ein­klang zu brin­gen und die anste­hen­den Refor­men für Ver­bes­se­run­gen zu nutzen. Ohne Zwei­fel unter­schei­det sich das Prak­ti­sche Jahr mit drei Mal sechs­zehn Wochen von ande­ren Pflicht­prak­ti­ka im Stu­di­um. Diese beson­de­re Situa­ti­on erfor­dert eine fach­spe­zi­fi­sche Lösung.“

„Mit einem säch­si­schen Kodex könnte Sach­sen auch einen eigen­stän­di­gen, neuen Weg gehen. So könnte Gesund­heits­mi­nis­te­rin Klepsch mit den Kran­ken­häu­sern und allen wei­te­ren Akteu­ren eine Selbst­ver­pflich­tung auf den Weg brin­gen. Diese Selbst­ver­pflich­tung zu einer Min­dest­ver­gü­tung wäre ein neuer Bestand­teil des säch­si­schen 20-Punkte-Planes zur Siche­rung des ärzt­li­chen Fach­kräf­te­nach­wuch­ses“, zeigte SPD-Gesund­heits­ex­per­tin Simone Lang einen wei­te­ren Weg auf. „Egal, wel­cher Weg ein­ge­schla­gen wird, um die ärzt­li­che Ver­sor­gung in allen Regio­nen zu stär­ken  – geson­der­te Zuschlä­ge oder erhöh­te Geld­leis­tun­gen für ein Prak­ti­sches Jahr im länd­li­chen Jahr dürfen kein Tabu sein. Es ist daher etwas unver­ständ­lich, warum sich die Grünen-Frak­ti­on mit ihrem Antrag nur auf die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ka in den beiden Groß­städ­ten fokus­sie­ren.“