Bun­des­ar­beits­mi­nister Hubertus Heil hat seine Ideen für einen bun­des­weit gül­tigen Flä­chen­ta­rif­ver­trag in der Alten­pflege vor­ge­stellt. Dazu sagt Dagmar Neu­kirch, die pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag: Flä­chen­tarif für Pfle­ge­be­rufe ist drin­gend nötig

„Pflege ist ein toller Beruf. Damit Alten­pfle­ge­rinnen und Alten­pfleger den Anfor­de­rungen und ihren eigenen Ansprü­chen an ihre Arbeit gerecht werden können, müssen die Arbeits- und Rah­men­be­din­gungen in der Pflege stimmen. Dazu gehören bei­spiels­weise ver­läss­lich plan­bare freie Tage, Mit­be­stim­mungs- und Mit­ge­stal­tungs­mög­lich­keiten sowie ein anstän­diger Lohn. Vieles davon kann in einem Flä­chen­ta­rif­ver­trag in der Alten­pflege umge­setzt werden. Ich halte ihn des­halb für drin­gend nötig“, so Dagmar Neu­kirch.

„Solche Ver­bes­se­rungen werden aber die Pflege für die Gepflegten teurer machen. Wir müssen unbe­dingt ver­meiden, dass die Ver­bes­se­rungen für die Pfle­ge­kräfte zu noch mehr stei­genden Eigen­an­teilen der Gepflegten führen, sodass sie sich ihren Pfle­ge­platz nicht mehr leisten können. Eine kurz­fris­tige Lösung zur Ent­las­tung der Pfle­ge­be­dürf­tigen kann ein Pfle­ge­wohn­geld sein. Damit könnten die Gepflegten einen Zuschuss für ihre Kosten bean­tragen. Anfang dieses Jahres hat die Regie­rungs­ko­ali­tion von SPD und CDU die Sozi­al­mi­nis­terin beauf­tragt, ein Kon­zept dafür zu ent­wi­ckeln und damit die Ergeb­nisse der Enquete-Kom­mis­sion umzu­setzen: Antrag zur Umset­zung der Ergeb­nisse der Enquete-Kom­mis­sion.

Grund­sätz­lich brau­chen wir aber eine Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung. Die aktu­elle Pfle­ge­ver­si­che­rung wird auf Dauer in ihrer jet­zigen Form als Teil­ver­si­che­rung nicht mehr funk­tio­nieren. Statt­dessen brau­chen wir ein System, in dem unsere Gesell­schaft gemeinsam für­ein­ander ein­steht. Und der Staat das macht, wofür wir ihn brau­chen: Sicher­heit geben.“