+++ Rechte der Kinder beson­ders in den Blick nehmen +++ Arme Men­schen brau­chen Corona-Zuschuss +++

„Der Blick in die Zei­tun­gen in den letz­ten Tagen und Wochen verrät: Es wird leider zu oft denen viel Auf­merk­sam­keit geschenkt, die sich laut­stark bekla­gen, die Krach schla­gen und ihrem Unmut am lau­tes­ten Luft machen: auf der Straße, am Gar­ten­zaun oder in den sozia­len Medien“, so Simone Lang. „Ich halte das für den fal­schen Weg: Denn wer am lau­tes­ten schreit, hat selten recht. Wer Wahr­hei­ten ver­dreht und nicht akzep­tiert, gehört nicht in den Mit­tel­punkt des poli­ti­schen Dis­kur­ses. Und hat schon gar nicht einen Groß­teil der poli­ti­schen und öffent­li­chen Auf­merk­sam­keit ver­dient.“

„Im Fokus der Öff­nungs­de­bat­ten stehen für mich die Rechte von Kin­dern. Ins­be­son­de­re ihr Recht auf Bil­dung und auf Freund­schaf­ten. Und eben nicht – ver­zei­hen Sie mir die Pole­mik – die Haar­pracht der Säch­sin­nen und Sach­sen“, so Lang weiter. „Obers­te Prio­ri­tät bei der Dis­kus­si­on über Öff­nungs­stra­te­gien haben für zuerst Kitas und Schu­len. Denn wir sehen Tag für Tag, wie schwie­rig die Situa­ti­on gerade für Kinder ist und welche Her­aus­for­de­rung der Lock­down ins­be­son­de­re für Schü­le­rin­nen und Schü­ler und Eltern dar­stellt. Die Öff­nung von ande­ren Ein­rich­tun­gen – Knei­pen, Restau­rants u. a. – können erst nach­ran­gig erfol­gen. Die Öff­nung von Kitas und Schu­len ist Mitte Febru­ar natür­lich nur mög­lich, wenn das Infek­ti­ons­ge­sche­hen dies zulässt.“ Zudem soll­ten die Kon­takt­be­schrän­kun­gen für Kinder gelo­ckert werden, sobald das Infek­ti­ons­ge­sche­hen das zulas­se.

„Auch über Corona hinaus würde ich mir wün­schen, dass wir unsere Poli­tik viel stär­ker an den Inter­es­sen der Kinder aus­rich­ten. Denn sie sind unsere Zukunft. Für Kinder und ihre Zukunft ein­zu­tre­ten, bedeu­tet für mich in Sach­sen für ein Bildungs­ticket ein­zu­tre­ten“, führt Lang aus.

„Fakt ist, die Corona-Pan­de­mie trifft arme Men­schen sehr hart. Zu den Sorgen um die Gesund­heit und erheb­li­chen psy­cho­so­zia­len Belas­tun­gen kommen – pan­de­mie­be­ding­te –  finan­zi­el­le Mehr­aus­ga­ben, die aus dem schma­len Budget kaum geleis­tet werden können. Aus den benann­ten Grün­den begrü­ße ich den Vor­schlag des Bun­des­ar­beits­mi­nis­ters Huber­tus Heil nach einem Corona-Zuschuss für Hartz4-Emp­fän­ger. Geteilt wird diese For­de­rung von ver­schie­dens­ten Ver­bän­den und Gewerk­schaf­ten, die hier­für einen gemein­sa­men Aufruf ver­fasst haben. Es han­delt sich dabei um ein bemer­kens­wert berei­tes und wort­star­kes Bünd­nis, dar­un­ter auch ver.di und die AWO – die in ihrem Aufruf zurecht for­dern, dass der Regel­satz auch über Corona hinaus ange­ho­ben wird.“