Die SPD-Frak­ti­on hat am Montag im Land­tag einen Antrag der AfD-Frak­ti­on zum Thema Asyl als durch­sich­tig  und unan­stän­dig abge­lehnt. Darin waren regel­mä­ßi­ge Berich­te über Asyl­be­wer­ber­zah­len, Heime, Sicher­heits­diens­te und anfal­len­de Kosten gefor­dert worden.

„Wenn man sich seriös mit dem Thema Asyl aus­ein­an­der­set­zen will, sollte man auch fragen, wie es den dort unter­ge­brach­ten Men­schen geht und wie sie betreut werden; wie viele Kinder dort leben, wo sie zur Schu­len gehen; wie die Bevöl­ke­rung mit den dort leben­den Men­schen umgeht, welche Per­spek­ti­ven den Men­schen ange­bo­ten werden können“, sagte Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on.

„Sie wollen sich regel­mä­ßig die Grund­la­ge dafür lie­fern lassen, um mit dem Finger auf Asyl­su­chen­de zeigen zu können und zu lamen­tie­ren, dass nicht noch mehr abge­scho­ben wird“, so Pallas in Rich­tung AfD. „Das ist in hohem Maße unan­stän­dig.“

„Sagen Sie doch, dass es Ihnen am liebs­ten wäre, Deutsch­land und Sach­sen abzu­schot­ten und am besten nie­mand Frem­des herein zulas­sen. Aber das trauen Sie sich dann doch nicht – weil Sie eigent­lich genau wissen, dass es unan­stän­dig ist. Aber Sie wollen dann wenigs­tens  die­je­ni­gen regel­mä­ßig bedie­nen, die für diese ein­sei­ti­ge und aus­gren­zen­de Betrach­tungs­wei­se sehr emp­fäng­lich sind.“

„Als SPD werden wir ihr infa­mes Spiel natür­lich nicht mit­ma­chen. Wir lehnen Ihren durch­sich­ti­gen Antrag des­halb ab. Statt­des­sen werden wir uns in der Regie­rungs­ver­ant­wor­tung darauf kon­zen­trie­ren, die Men­schen, welche Sie aus­gren­zen wollen, erfolg­reich zu inte­grie­ren oder ihnen im Falle der not­wen­di­gen Aus­rei­se oder Abschie­bung bis dahin einen guten und men­schen­wür­di­gen Auf­ent­halt zu ver­schaf­fen. Nicht Angst vor Frem­dem oder Aus­gren­zung sind die Gebote der Stunde  – son­dern Mut zu Welt­of­fen­heit und Mit­mensch­lich­keit.“