+++ Auf inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus ange­mes­sen reagie­ren +++ Bürger nicht unnö­tig in Frei­heit ein­engen +++

„Die Bekämp­fung der Eigen­tums­kri­mi­na­li­tät ist ein abso­lu­ter Schwer­punkt der poli­zei­li­chen Arbeit in Sach­sen“, so Albrecht Pallas in der Aktu­el­len Debat­te zu Kon­se­quen­zen aus der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2016. Mehr Poli­zei­prä­senz helfe seiner Ansicht nach nur bedingt. „Letzt­lich muss die Auf­klä­rungs­quo­te – nicht nur bei Woh­nungs­ein­brü­chen – unbe­dingt gestei­gert werden. Das geht bei inten­si­ver Tat­or­tar­beit los und hört bei schlag­kräf­ti­gen Ermitt­lungs­ein­hei­ten und län­der­über­grei­fen­dem Infor­ma­ti­ons­aus­tausch nicht auf. Es könnte eine wich­ti­ge Auf­ga­be des neuen LKA-Prä­si­den­ten sein, die Situa­ti­on regio­nal genau zu ana­ly­sie­ren und  flä­chen­de­ckend Qua­li­tät der poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit weiter zu stei­gern.“

Mit Blick auf die Gewalt­kri­mi­na­li­tät sagte Pallas: „Hier möchte ich nach­drück­lich für eine flä­chen­de­cken­de Stär­kung der unter­schied­lichs­ten Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­te werben.“ Die Poli­zei sei da „die letzte Instanz“.

Pallas bedank­te sich zudem aus­drück­lich für den Ein­satz der säch­si­schen Poli­zei­be­am­ten in Bors­dorf am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de. Nach seinem Ein­druck seien erste Kon­se­quen­zen aus dem Fall Al-Bakr zum Tragen gekom­men. „Der Ein­satz hat gezeigt, dass die Sicher­heits­ar­chi­tek­tur in Deutsch­land funk­tio­niert. Sie hat so gut funk­tio­niert, dass der mut­maß­li­che Ter­ro­rist früh­zei­tig erkannt, gefasst und gestoppt werden konnte.“

Kon­se­quenz aus dem inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus sei, dass sich die Stra­te­gien der Sicher­heits­be­hör­den ver­än­der­ten, mög­li­cher­wei­se auch das Instru­men­ta­ri­um. „Aber nicht alles, was tech­nisch oder poli­tisch gewünscht ist oder geht, ist auch wirk­lich gut“, sagte Pallas. „Wir müssen bei dieser Debat­te immer abwä­gen, wie­viel Sicher­heit wir brau­chen und wie­viel Frei­heit wir ermög­li­chen können. Denn wir wollen unsere Bür­ge­rin­nen und Bürger nicht unnö­tig in ihren Bür­ger­rech­ten, in ihrer Frei­heit ein­engen.“