Leh­rer­bil­dung ist eine der wich­tigsten Zukunfts­fragen für den Frei­staat Sachsen. Unser Land wird sein Bil­dungs­ni­veau und damit eine seiner zen­tralen Res­sourcen nur dann halten und aus­bauen können, wenn es über gut aus­ge­bil­dete Lehr­kräfte in aus­rei­chender Anzahl ver­fügt.

Der aktu­elle Leh­rer­mangel ist nicht nur ein bun­des­weites Phä­nomen auf­grund gestie­gener Schü­ler­zahlen. Er ist auch ein haus­ge­machtes Pro­blem und Ergebnis einer über lange Jahre ver­nach­läs­sigten Leh­rer­be­darfs­pla­nung. Um eine leis­tungs­fä­hige und bedarfs­ge­rechte Leh­rer­bil­dung bereit­stellen zu können, brau­chen die Hoch­schulen eine ver­läss­liche Pla­nung, aus­rei­chende Res­sourcen und struk­tu­relle Vor­gaben, die ein qua­li­tativ hoch­wer­tiges Stu­dium ermög­li­chen. Die bis­he­rige Ent­wick­lung des Lehr­amts­stu­diums über die minis­te­ri­elle Gestal­tung der Lehr­amts­prü­fungs­ord­nung wird diesen Ansprü­chen nicht gerecht.

Wir müssen die Leh­rer­bil­dung im Frei­staat Sachsen ver­än­dern, um die kurz­fris­tigen Pro­bleme des Leh­rer­man­gels und die lang­fris­tigen Her­aus­for­de­rungen der Bevöl­ke­rungsent-wick­lung und der sich wan­delnden Bil­dungs­an­for­de­rungen nach­haltig zu lösen. Es ist klar, dass solche Ände­rungen ein lang­fris­tiger Pro­zess sind. Unsere Ent­schei­dungen in 2017 werden ihre volle Wir­kung erst in 2025 ent­falten können. Und gerade des­halb müssen sie jetzt getroffen und dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Die Posi­tionen der SPD-Land­tags­frak­tion zur Zukunft der Leh­rer­bil­dung in Sachsen finden Sie hier.