+++ Dialog zwi­schen Ver­ei­nen, Sicher­heits­be­hör­den und Fans bleibt wich­tigs­te Stra­te­gie +++

Jörg Vieweg, Spre­cher für Sport­po­li­tik der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag und
Albrecht Pallas, Spre­cher für Innen­po­li­tik  zum heu­ti­gen Beschluss des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­rich­tes über Kosten von Poli­zei­ein­sät­zen bei Hoch­ri­si­ko­spie­len:

Mit seinem heu­ti­gen Beschluss hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­den, dass Kosten für einen sicher­heits­be­ding­ten Mehr­auf­wand bei Poli­zei­ein­sät­zen dem Ver­an­stal­ter grund­sätz­lich in Rech­nung gestellt werden können, den kon­kre­ten Fall aber an das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bremen zurück­über­wie­sen.

Schon im Jahr 2015 haben sich die Koali­ti­ons­frak­tio­nen SPD und CDU inten­siv mit dem Thema befasst und mit dem Land­tags­be­schluss „Sicher­heit im Fuß­ball – Stär­kung der säch­si­schen Fan­pro­jek­te“ kon­kre­te Schrit­te zur Stär­kung der Fan­pro­jek­te und Erhö­hung der Sicher­heit in und ums Sta­di­on ein­ge­lei­tet.

„Bereits seit mehr als drei Jahren setzen wir damit auf den ver­stärk­ten Dialog zwi­schen Ver­ei­nen, Sicher­heits­be­hör­den und Fans“, so der sport­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, Jörg Vieweg. Der dama­li­ge Antrag war das Ergeb­nis eines lang­fris­tig ange­leg­ten Pro­zes­ses, den viele Fach­leu­te beglei­te­ten und in dessen Ver­lauf Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Poli­zei, Fans, Fan­pro­jek­ten, Ver­ei­nen und Wis­sen­schaft zu Wort kamen.

„Die Frage der Kos­ten­über­nah­me für Poli­zei­ein­sät­ze ist eine kom­ple­xe und schwie­ri­ge recht­li­che Frage, wie die Rück­über­wei­sung des Falls vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt an das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt zeigt“, so der Innen­ex­per­te der SPD-Frak­ti­on, Albrecht Pallas. „Die Sicher­heit rund um Fuß­ball­spie­le ist nicht nur eine Auf­ga­be der Poli­zei. Aber im öffent­li­chen Raum ist nun mal der Staat zustän­dig. Wir blei­ben bei unse­rem Ansatz und setzen auf den Dialog aller betei­lig­ten Akteu­re und eine engere Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ver­ei­nen, Ver­bän­den und Sicher­heits­be­hör­den bereits im Vor­feld der betref­fen­den Par­tien.“

„Für mich ist Fuß­ball als schöns­te Neben­sa­che der Welt ein fried­li­ches Sport­fest für die ganze Fami­lie und keine Risi­ko­sport­art. Fana­tis­mus, Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus haben im Sta­di­on selbst­ver­ständ­lich nichts zu suchen. Darum stehen zu aller­erst die Ver­ei­ne in der Pflicht dage­gen vor­zu­ge­hen“, so Vieweg weiter.

Soll­ten in Ein­zel­fäl­len Kosten für die Ver­ei­ne gel­tend gemacht werden, so könn­ten das große Clubs, wie im ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Fall etwa Werder Bremen, ohne Pro­ble­me selbst schul­tern.

Jörg Vieweg abschlie­ßend: „Den Ver­ei­nen in den nied­ri­ge­ren Spiel­klas­sen und im Ama­teur­fuß­ball auch und gerade hier bei uns in Sach­sen müsste dann dabei der DFB unter die Arme grei­fen. Die in Frage ste­hen­den Summen kann der größte Sport­ver­band der Welt aus der Por­to­kas­se bezah­len.”