„Wir ver­ur­tei­len die rechts­mo­ti­vier­ten Aus­schrei­tun­gen am gest­ri­gen Abend in Hei­denau auf das schärfs­te. Atta­cken auch gegen Poli­zis­ten und Jour­na­lis­ten sind genau­so wenig zu akzep­tie­ren wie ras­sis­ti­sche ‚Aus­län­der Raus´-Rufe. Ich danke den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten für den schwie­ri­gen und gefähr­li­chen Ein­satz ges­tern und wün­sche den ver­letz­ten Beam­ten gute Bes­se­rung“, erklärt Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on, der am Frei­tag­abend in Hei­denau vor Ort war.

„Es war erschre­ckend, mit wel­chem Hass und wel­cher skru­pel­lo­sen Aggres­si­vi­tät die offen­bar von Neo­na­zis ange­führ­te Gruppe von bis zu 1.000 Men­schen in Hei­denau auf­ge­tre­ten ist. Die NPD, die zu der Demons­tra­ti­on gegen die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung  auf­ge­ru­fen hatte, ver­sucht in Hei­denau, die Situa­ti­on poli­tisch zu miss­brau­chen und zu eska­lie­ren. Neben einer kon­se­quen­ten Straf­ver­fol­gung von rech­ten Gewalt­tä­tern brau­chen wir nun eine klare gesell­schaft­li­che Reak­ti­on. Wer mit Stei­nen, Fla­schen und Pyro­tech­nik auf Poli­zis­ten los­geht ist kein ´besorg­ter Bürger´,  son­dern ein rech­ter Straf­tä­ter. Da darf nichts rela­ti­viert werden.“

„Vor­dring­lichs­te Auf­ga­be ist es jetzt, eine siche­re Anrei­se der Flücht­lin­ge zu ermög­li­chen. Eine weiter Eska­la­ti­on ist in jedem Fall zu ver­hin­dern,“ so Homann abschlie­ßend.