Jörg Vie­w­eg, der ener­gie­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, am Diens­tag in der aktu­el­len Ple­nar-Debat­te zum The­ma „Kli­ma­kon­fe­renz der säch­si­schen Schü­le­rin­nen und Schüler“:

„Bei der Kli­ma­kon­fe­renz in Leip­zig haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf einem sehr hohen Niveau debat­tiert und dis­ku­tiert. Und sie haben zahl­rei­che kla­re For­de­run­gen an uns Poli­ti­ker gestellt. Dar­un­ter die For­de­rung nach der Mobi­li­täts­wen­de – sie wol­len mehr ÖPNV und nicht weni­ger, mehr und bes­se­re, schnel­le­re Ver­bin­dun­gen in Sachsen.

In die­ser Legis­la­tur haben wir in die­sem Bereich eini­ges erreicht: Das Azu­bi- und das Schü­ler­frei­zeit-Ticket kom­men am 1. August, das Bil­dungs­ti­cket in etwa einem Jahr. Aber als SPD, und das haben wir immer klar gesagt, wol­len wir mehr. Wir wol­len die von den CDU-Land­rä­ten domi­nier­ten Ver­kehrs­ver­bün­de abschaf­fen und eine ech­te Lan­des­ver­kehrs­ge­sell­schaft gründen.

Die jun­gen Leu­te for­dern mehr Bewusst­sein für Umwelt­schutz, sie wis­sen genau, wel­che Macht die Verbraucher*innen haben, wel­chen Ein­fluss das eige­ne Han­deln und Kon­su­mie­ren haben. Die jun­ge Genera­ti­on inter­es­siert sich für ihre Zukunft. Und sie weiß: Das hat mit unse­rer Art zu leben und mit der Art unse­res Wirt­schaf­tens zu tun. Des­halb stel­len die Jugend­li­chen die Fra­ge nach unse­rer sozia­len Markt­wirt­schaft. Die­se wol­len sie refor­mie­ren und for­dern Ver­än­de­run­gen ein, damit unser Wirt­schafts­sys­tem kei­ne a‑soziale Markt­wirt­schaft wird“, so Jörg Vie­w­eg am Diens­tag in Dresden.

„Ich mer­ke aber auch: Lei­der ist öko­lo­gi­sches Ver­hal­ten oft noch ein Luxus­pro­blem. Wer sich kli­ma­ver­ant­wort­lich ver­hal­ten möch­te, zahlt zu oft noch drauf – das müs­sen wir drin­gend ver­än­dern. Die jun­gen Leu­te for­dern eine ambi­tio­nier­te Ener­gie­po­li­tik, sie for­dern mehr sich erneu­ern­de Ener­gien. Die jun­gen Men­schen haben kei­ne Angst, sie haben Lust auf Ver­än­de­rung und bli­cken mit Mut und Zuver­sicht auf die­se Her­aus­for­de­run­gen. Sie haben es geschafft, eine oft rück­wärts­ge­wand­te Debat­te nach vor­ne zu drehen.

Die­se Hal­tung macht mir Mut und Hoff­nung. Des­halb soll­ten wir die jun­gen Leu­te mehr mit­ent­schei­den las­sen. Des­halb soll­ten wir in Sach­sen das Wahl­al­ter auf 14 Jah­re her­ab­set­zen. Denn die jun­gen Leu­te müs­sen sonst Ver­än­de­run­gen in ihrem Leben aus­hal­ten, für die sie nicht nur nicht ver­ant­wort­lich sind, son­dern für deren Bekämp­fung sie poli­tisch nicht mal eine Stim­me haben. Das hal­te ich ange­sichts der Her­aus­for­de­rung für einen untrag­ba­ren Zustand, den wir als SPD gern schnellst­mög­lich ver­än­dern wür­den. Die jun­gen Leu­te wol­len Ver­ant­wor­tung für die Zukunft über­neh­men und sie kön­nen es auch“, so Jörg Vie­w­eg abschließend.