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Erste Senkung nach über 20 Jahren – Qualität wird schrittweise verbessert

„Wo über 20 Jahre lang Stillstand herrschte, ist jetzt Bewegung hereingekommen. Mit der schrittweisen Senkung der Personalschlüssel in den Kindertageeinrichtungen wird die Qualität der Betreuung erstmals seit 1992 verbessert. Mein Dank gilt all jenen, die sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt und den politischen Diskurs begleitet haben.“, so Juliane Pfeil in der heutigen Aktuellen Debatte im Landtag.

Zur letzten Bertelsmann-Studie ergänzt sie: „Fakt ist aber auch, dass Sachsen selbst mit dem verbesserten Schlüssel noch auf den hinteren Plätzen in Deutschland rangiert. Der eingeschlagene Weg ist noch längst nicht komplett zurückgelegt. Wir müssen attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen, um verstärkt junge Fachkräfte zu gewinnen. Der pädagogische Alltag besteht eben nicht nur aus der Kinderbetreuung. Sondern auch aus Dokumentation, Elterngesprächen, Kontakt mit den Behörden und Fortbildung müssen besser anerkannt werden.

Qualität heißt auch Vielfalt. Das Fachpersonal muss in unseren Einrichtungen zunehmend mit vielfältigen Problemlagen umgehen. Multiprofessionalität in der Arbeit ist ein Aspekt, dem in der Aus-und Weiterbildung verstärkt integriert werden sollte. Deshalb arbeiten wir weiter an besseren strukturellen Rahmenbedingungen für das pädagogische Personal. Frühkindliche Bildung darf keine Frage des Geldes sein, sondern muss sich an den Erfordernissen unserer Jüngsten orientieren.“

Hintergrund:

Der Freistaat Sachsen veranschlagt in den Haushaltsjahren 2015 bis 2019 Gesamtausgaben in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für die Kindertagesstätten. Allein für die bessere Betreuungsrelation werden 576 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereitgestellt.

Alle Zahlen und Fakten zur Verbesserung der Betreuung gibt es unter: https://www.spd-fraktion-sachsen.de/kita/