+++ Mehr Ver­kehrs­fluss und Sicher­heit +++ Ausbau der A4 alter­na­tiv­los +++

„Die Aus­wei­tung von Lkw-Über­hol­ver­bo­ten auf den hoch­be­las­te­ten säch­si­schen Auto­bahn­ab­schnit­ten der A4, A14 und A72 ist ein rich­ti­ger und wich­ti­ger Schritt für  mehr Ver­kehrs­fluss und mehr Ver­kehrs­si­cher­heit“, so Thomas Baum. „Inwie­weit die zum Teil vor­ge­se­he­nen zeit­li­chen Ein­schrän­kun­gen zum Erfolg führen, muss die Praxis dann zeigen. Wich­tig ist, dass die Poli­zei die Ein­hal­tung der Über­hol­ver­bo­te regel­mä­ßig über­prüft.“

„Vor allem mit Blick auf die A4 vom Drei­eck Dres­den-Nord in Rich­tung Polen muss nun der Bund auch erken­nen, dass hier ein sechs­strei­fi­ger Ausbau per­spek­ti­visch alter­na­tiv­los ist“, so Baum abschlie­ßend. „In Zeiten zuneh­men­der Mobi­li­tät ist das enorm wich­tig, für Pri­vat­leu­te wie auch für unsere Unter­neh­men. Hier muss jetzt vor­aus­schau­end gehan­delt werden.“

Hin­ter­grund – Pres­se­infor­ma­ti­on des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums:

Frei­staat weitet Lkw-Über­hol­ver­bo­te auf säch­si­schen Auto­bah­nen aus

Im Zusam­men­hang mit dem stei­gen­den Ver­kehrs­auf­kom­men, ins­be­son­de­re beim Schwer­ver­kehr, auf den säch­si­schen Bun­des­au­to­bah­nen sind wei­te­re Maß­nah­men zur Erhö­hung der Ver­kehrs­si­cher­heit vor­ge­se­hen. Durch Über­hol­ma­nö­ver von Lkw auf zwei­strei­fi­gen und teil­wei­se auf drei­strei­fi­gen Rich­tungs­fahr­bah­nen auf Auto­bah­nen resul­tie­ren erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen des Ver­kehrs­flus­ses. Zusätz­lich stel­len diese Über­hol­vor­gän­ge auf kri­ti­schen Abschnit­ten ein erhöh­tes Unfall­ri­si­ko dar. In den kom­men­den Wochen werden daher auf ins­ge­samt sechs säch­si­schen Auto­bahn­ab­schnit­ten wei­te­re Über­hol­ver­bo­te für Lkw ein­ge­rich­tet.

„Jeder Auto­fah­rer kennt die Situa­ti­on, wenn die Fahr­bahn durch sich über­ho­len­de Lkw blo­ckiert ist und der übrige Ver­kehr stark beein­träch­tigt wird. Ins­be­son­de­re bei höhe­rem Ver­kehrs­auf­kom­men, an Auto­bahn­kreu­zen und Stei­gungs­stre­cken erge­ben sich dadurch oft­mals kri­ti­sche Situa­tio­nen und ein erhöh­tes Unfall­ri­si­ko“, so Ver­kehrs­mi­nis­ter Martin Dulig. „Zur Erhö­hung der Ver­kehrs­si­cher­heit und der Leis­tungs­fä­hig­keit werden wir daher wei­te­re stre­cken­be­zo­ge­ne Über­hol­ver­bo­te für Lkw ein­rich­ten.“

Die Aus­wei­tung der bestehen­den Über­hol­ver­bo­te erfolgt in Aus­wer­tung eines Gut­ach­tens, das im Auf­trag des Lan­des­am­tes für Stra­ßen­bau und Ver­kehr (LASuV) bei der LISt Gesell­schaft für Ver­kehrs­we­sen und inge­nieur­tech­ni­sche Dienst­leis­tun­gen mbH Hai­ni­chen erar­bei­tet wurde. Im Rahmen der Unter­su­chung wurden alle säch­si­schen Auto­bah­nen auf Grund­la­ge aktu­el­ler Kenn­zah­len wie Stra­ßen­ver­kehrs­zäh­lung 2015, Aus­wer­tung der Dau­er­zähl­stel­len 2016 und der Unfall­kos­ten­ra­te einer Ana­ly­se unter­zo­gen.

Im Ergeb­nis der Unter­su­chung werden bis Ende Mai auf den fol­gen­den Abschnit­ten Lkw-Über­hol­ver­bo­te ein­ge­rich­tet:

  • A 4, Anschluss­stel­le Herms­dorf – Anschluss­stel­le Ohorn
    – Rich­tung der Lan­des­gren­ze Thü­rin­gen zwi­schen den Anschluss­stel­len Ohorn und Puls­nitz: Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „Mo 7–10 h“
    – Rich­tung der Lan­des­gren­ze Thü­rin­gen zwi­schen den Anschluss­stel­len Puls­nitz und Anschluss­stel­le Herms­dorf Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „7−19 h“
  • A 14 / A 4, Auto­bahn­drei­eck Nossen – Anschluss­stel­le Nossen-Ost
    Rich­tung Nossen (Dres­den) Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots
  • A 14, Anschluss­stel­le Mutz­schen – Anschluss­stel­le Leip­zig-Ost
    Rich­tung Nossen Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „werk­tags 15–19 h“
  • A 72, Anschluss­stel­le Treuen – Anschluss­stel­le Rei­chen­bach
    Rich­tung Leip­zig Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „Do, Fr 14–20 h“
  • A 72, Anschluss­stel­le Rei­chen­bach – Anschluss­stel­le Zwi­ckau-West
    Rich­tung Leip­zig Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „Do, Fr 14–20 h“
  • A 72, Anschluss­stel­le Zwi­ckau-Ost – Anschluss­stel­le Chem­nitz-Süd
    – Rich­tung Leip­zig Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „7−20 h“
    – Rich­tung Hof Ein­rich­tung eines sta­ti­schen Lkw-Über­hol­ver­bots mit dem Zusatz „13−20 h“

Im säch­si­schen Auto­bahn­netz bestehen bereits an ver­schie­de­nen Abschnit­ten Lkw-Über­hol­ver­bo­te, zumeist aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit, z. B. an Stei­gungs- und Gefäl­le­stre­cken, im Bereich von Auto­bahn­kno­ten oder bei Fahr­strei­fen­re­du­zie­run­gen und bei über­durch­schnitt­li­cher Unfall­be­tei­li­gung von Lkw. Neben den genann­ten Aspek­ten, die die Ein­rich­tung eines Lkw-Über­hol­ver­bots recht­fer­ti­gen, kann ein Über­hol­ver­bot aber auch zur Ver­bes­se­rung des Ver­kehrs­flus­ses und damit Erhö­hung der Leis­tungs­fä­hig­keit ab einer bestimm­ten Ver­kehrs­stär­ke und zeit­lich begrenzt ein­ge­rich­tet werden.

Auf rund 190 Kilo­me­tern im säch­si­schen Auto­bahn­netz gilt zukünf­tig ein zeit­lich begrenz­tes oder gänz­li­ches Über­hol­ver­bot für Lkw. Eine Über­sicht über alle bestehen­den sowie geplan­ten Lkw-Über­hol­ver­bo­te kann der bei­gefüg­ten Karte ent­nom­men werden.