In den kom­men­den beiden Jahren wird Sach­sen rund 1,2 Mil­li­ar­den Euro für Umwelt und Land­wirt­schaft bereit­stel­len. Erst­mals sind Gelder zur För­de­rung von Natur­schutz­sta­tio­nen ein­ge­plant. Damit wird eine Ver­ein­ba­rung aus dem Koali­ti­ons­ver­trag umge­setzt.

„Natur­schutz lebt in ganz erheb­li­chen Umfang vom Ehren­amt”, so Simone Lang, Spre­che­rin für Umwelt­po­li­tik der SPD-Land­tags­frak­ti­on, am Frei­tag, nach­dem die Ände­rungs­an­trä­ge der Koali­ti­on zum Haus­halt im Aus­schuss für Umwelt und Land­wirt­schaft beschlos­sen wurden. „Dazu braucht es Struk­tu­ren und Nach­wuchs. Des­halb haben wir bei den Haus­halts­ver­hand­lun­gen genau darauf beson­de­res Augen­merk gerich­tet. Auf Vor­schlag der Koali­ti­ons­frak­tio­nen sollen die bis­lang haupt­säch­lich ehren­amt­lich geführ­ten Natur­schutz­sta­tio­nen nun mit jähr­lich 1,5 Mil­lio­nen statt mit 500.000 Euro unter­stützt werden – das ist eine deut­li­che Ver­bes­se­rung zum ursprüng­li­chen Regie­rungs­ent­wurf.. Zudem sollen die Gelder für die Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft der aner­kann­ten Natur­schutz­ver­bän­de von 250.000 Euro jähr­lich auf 300.000 Euro erhöht werden. Die Umwelt­bil­dung soll mit zusätz­lich 200.000 Euro geför­dert werden – davon können vor allem freie Träger, Ver­ei­ne und Ver­bän­de pro­fi­tie­ren, die sich ehren­amt­lich im Natur- und Umwelt­schutz enga­gie­ren und der­zeit noch keine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung vom Frei­staat erhal­ten. Damit wollen auch wir die Arbeit von klei­nen Ver­ei­ne und Ver­bän­de wür­di­gen, die mit wenig finan­zi­el­len Mit­teln Groß­ar­ti­ges auf die Beine stel­len. Gerade Kinder- und Jugend­li­che lernen durch Natur­er­le­ben – in Camps und bei Pro­jekt­nach­mitt­nach­mit­ta­gen.“

Der agrar­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Frak­ti­on, Andre­as Heinz, sagt: „Der Ein­zel­plan des Minis­te­ri­ums für Umwelt und Land­wirt­schaft legt die Grund­la­gen für den Schutz und die Pflege von Natur und Umwelt, für die Ent­wick­lung der länd­li­chen Räume sowie die Unter­stüt­zung einer nach­hal­ti­gen Pro­duk­ti­on in der Land‑, Forst und Fische­rei­wirt­schaft. Beson­de­re Schwer­punk­te des neuen Dop­pel­haus­hal­tes sind wie­der­um der Hoch­was­ser­schutz sowie die Unter­hal­tung von Stau­an­la­gen und Fließ­ge­wäs­sern. Dies bedeu­tet finan­zi­el­le Kon­ti­nui­tät in den wich­tigs­ten Fach­be­rei­chen. Beson­ders stolz sind wir darauf, dass wir den not­lei­den­den Milch­bau­ern zusätz­lich je 1,75 Mio. Euro pro Jahr anbie­ten können. Das Geld ist als Hilfe zum Aus­stieg aus der Milch­pro­duk­ti­on und damit zur Redu­zie­rung der Milch­men­gen gedacht. Außer­dem ist es uns gelun­gen, das erfolg­rei­che För­der­pro­gramm ‚Vitale Dorf­ker­ne‘ um 3 Mio. Euro zusätz­lich auf 8 Mio. Euro pro Jahr auf­zu­sto­cken.“

Der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und land­wirt­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on, Volk­mar Wink­ler, sagt : „Wir wollen die Heimat der Men­schen in den länd­li­chen Regio­nen lebens­wert und attrak­tiv gestal­ten. Das Pro­gramm „Vitale Dorf­ker­ne“ ist hier ein wich­ti­ger Bau­stein, um die länd­li­chen Gemein­den und Städte zu bele­ben.“