Nachdem sich die Koali­ti­ons­frak­tionen auf Ergän­zungen am Haus­halts­ent­wurf der Staats­re­gie­rung ver­stän­digt hatten, stellten heute die kul­tur­po­li­ti­schen Spre­che­rinnen von SPD und CDU, Hanka Kliese und Aline Fiedler, die Ergeb­nisse für den Kul­tur­be­reich vor.

Ins­ge­samt haben die Koali­ti­ons­frak­tionen rund 10,5 Mio. Euro mehr für die kom­menden beiden Jahre geplant, als im Regie­rungs­ent­wurf des Dop­pel­haus­haltes vor­ge­sehen waren.

Die kul­tur­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion, Hanka Kliese, sagt: „Mit jedem Euro, den wir in Kultur inves­tieren, stärken wir das Fun­da­ment für den sozialen Zusam­men­halt. Für uns heißt Kul­tur­för­de­rung nicht nur, bestehende Struk­turen zu sichern, son­dern auch Raum für Neues zu eröffnen. So haben wir uns in der Koali­tion u.a. darauf ver­stän­digt, die Mittel für die Freie Kunst und Kul­tur­för­de­rung auf ca. 2,5 Mio. Euro jähr­lich auf­zu­sto­cken.“

„Ein beson­deres Anliegen ist es uns, die fach­liche Arbeit der Lan­des­kultur- und Film­ver­bände auch so abzu­si­chern, dass eine tarif­ge­rechte Ent­loh­nung der Mit­ar­beiter mög­lich wird und die per­so­nelle und sach­liche Aus­ge­stal­tung auch den Auf­gaben ent­spricht. Die Lan­des­kultur- und Film­ver­bände errei­chen eine große kul­tu­relle Brei­ten­wir­kung, u.a. durch Ver­net­zung und Bera­tung der Kul­tur­schaf­fenden, sie sind Ansprech­partner für Kom­mune und Land, sie sind Impuls­geber für qua­li­tativ hoch­wer­tige Pro­jekte in den Regionen, sie nehmen Auf­gaben der kul­tu­rellen und inter­kul­tu­rellen Bil­dung war. Kurz: Die Lan­des­kul­tur­ver­bände sind mit ihrer Arbeit ein wich­tiges kul­tu­relles Struk­tur­ele­ment.

Um die Wei­ter­ent­wick­lung der Kul­tur­land­schaft zu gestalten, haben wir dar­über hinaus den Kanon der insti­tu­tio­nellen För­de­rung um wich­tige Insti­tu­tionen in Stadt und Land erwei­tert. Wir haben die Mittel für die Gast­spiel­för­de­rung der freien Theater auf­ge­stockt und das Pro­gramm auf die bil­denden Künste erwei­tert“, so Kliese.

Die kul­tur­po­li­ti­sche Spre­cherin der CDU-Frak­tion, Aline Fiedler, ergänzt: „Sachsen hat eine ein­zig­ar­tige und viel­fäl­tige Kul­tur­land­schaft. Dieser hohen Ver­ant­wor­tung stellen wir uns mit dem kom­menden Kul­tur­haus­halt und haben dabei die Wei­ter­ent­wick­lung in allen Regionen im Frei­staat fest im Blick. Die Kul­tur­aus­gaben des Landes werden mit dem vor­lie­genden Ent­wurf des­halb deut­lich steigen: von 216,1 Mio. Euro in diesem Jahr auf jeweils rund 240 Mio. Euro in den kom­menden beiden Jahren. Das ist ein jähr­li­ches Plus von rund 13 Pro­zent zu 2018.“

„Kern des neuen Kul­tur­haus­halts ist die Kul­tur­raum­för­de­rung. Nachdem die Mittel mit den ver­gan­genen beiden Dop­pel­haus­halten bereits auf 94,7 Mio. Euro ange­hoben wurden, werden sie nun auf 104,7 Mio. Euro erhöht. Mit zusätz­li­chen sieben Mio. Euro pro Jahr können wir so die Theater und Orchester beim Ein­stieg in eine tarif­ge­rechte Ent­loh­nung der Künst­le­rinnen und Künstler in den nächsten vier Jahren unter­stützen. Zudem werden die Kul­tur­raum­mittel um drei Mio. Euro pro Jahr auf­ge­stockt und die Kul­tur­räume erhalten weiter jähr­lich drei Mio. Euro für klei­nere Inves­ti­tionen, zum Bei­spiel für neue Licht- und Ton­technik oder auch neues Inventar,“  Fiedler.

Mit gezielten Maß­nahmen werden bestehende Kul­tur­ange­bote vor Ort unter­stützt, aber auch Neues ermög­licht. Ein Schwer­punkt ist die Kul­tu­relle Bil­dung und hier zen­tral die Erreich­bar­keit von Kul­tur­ein­rich­tungen im länd­li­chen Raum. Mit zusätz­lich 265.000 Euro pro Jahr stehen dafür dann ins­ge­samt 1,5 Mio. Euro jähr­lich zur Ver­fü­gung. Damit werden Mobi­li­täts­an­ge­bote sowohl für Kinder und Jugend­liche beim Besuch von Kul­tur­ein­rich­tung unter­stützt als auch die Mobi­lität der Künstler und Kul­tur­ein­rich­tungen in die Regionen hinein. Wei­terhin erhalten die Musik­schulen in Sachsen in den kom­menden beiden Jahren jeweils 6,7 Mio. Euro, ein Plus von 700.000 Euro pro Jahr. Und die Kul­tur­ver­eine Schosta­ko­witsch Fes­tival in Goh­risch, Sand­stein und Musik, Säch­si­sche Mozart­ge­sell­schaft sowie die Leip­ziger Schau­bühne Lin­den­fels werden neu in die insti­tu­tio­nelle Kunst- und Kul­tur­för­de­rung auf­ge­nommen.